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Dream Theater: Awake

Stil: Progressive Metal

Cover: Dream Theater: Awake

Mit Album No. Drei sind Dream Theater noch vielseitiger geworden. Rockige Songs wechseln sich mit ruhig-relaxten und knallharten Stücken ab. Natürlich kommt auch jazzig-proggige Komplexität nicht zu kurz. Gerade das Trio Innocence Faded/Erotomania/Voices ist vedammt aufregend, während 6:00 oder das von genialen Obertonmelodien eingeleitete Lifting Shadows Off A Dream entspannt daherkommen. The Mirror kommt sehr düster und heavy und das abschließende Space-Dye Vest ist völlig einzigartig im Repertoire der Band: Im Alleingang von Noch-Keyboarder (letzte gemeinsame Platte vor dem Split) Kevin Moore komponiert, lässt die Siebeneinhalb Minuten-Nummer schon erahnen, wie sich Chroma Key anhören (Kevins Soloprojekt, dessen Alben allerdings nie die Klasse dieser Nummer erreichen...). Die ruhige Pianonummer ist von Drumloops und Samples unterlegt und erinnert somit etwas an die neueren Fates Warning.
Überhaupt ist festzustellen, dass die Band einen weiteren Schritt in Richtung Stilvielfalt getan hat. Ihr Metal wird nun durch zahlreiche andere Einflüssse bereichert (liegt auch an der Stimme James LaBries, der einfach kein Metal-, sindern eher Rocksänger ist). So sind sie der Konkurrenz wieder einen Schritt voraus - Dream Theater sind einfach eine Klasse für sich und kompositorisch wie instrumental kann ihnen kaum jemand das Wasser reichen.
Es fällt lediglich auf, dass das Album sehr sperrig (vor allem im Mittelteil) ist und bei der die CD-Kapazität voll ausnutzenden Spielzeit einige Längen auszumachen sind. Dass die Jungs diese Längen aber musikalisch aufregender gestalten als die Konkurenz dürfte klar sein. Dennoch nicht das erwartete Über-Werk, vielmehr eine Einleitung zu einem neuen Kapitel der Band geschichte.

FAZIT: Eines der besten Alben der Band und Reißbrett für duzende gleichklingende Kapellen. Hört gut zu, den hier tönt alles zum ersten Mal, was später abgekupfert wurde!

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008

Tracklist

  1. 6:00
  2. Caught in a Web
  3. Innocence Faded
  4. Erotomania
  5. Voices
  6. The Silent Man
  7. The Mirror
  8. Lie
  9. Lifting Shadows off a Dream
  10. Scarred
  11. Space-Dye Vest

Besetzung

  • Bass

    John Myung

  • Gesang

    James LaBrie

  • Gitarre

    John Petrucci

  • Keys

    Kevin Moore

  • Schlagzeug

    Mike Portnoy

Sonstiges

  • Label

    Atlantic/East West

  • Spieldauer

    75:01

  • Erscheinungsdatum

    1994

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