Wieder so eine typische EP, die den das prädikat "überflüssig" nicht so recht abschütteln kann. Rein optisch sieht's aus wie "Holy land" (ein neues Cover kostet ja mehr Geld...) und auch wenn der 6-Tracker im netten Digipack daherkommt, ist sein Inhalt nicht gerade essentiell. Geboten werden Remixe (Queen of the night und das miserable Priest Cover Painkiller), die sich - wie sollte es anders sein - kaum von den Orginalsongs unterscheiden. Hinzu gesellen sich das gute Deep Blue von "Holy Land", welches hier allerdings in der "edit version" (um mehr als eine Minute gekürzt - wer braucht so etwas?) zu hören ist, sowie Stand Away als orchestrale Version. Zusammen mit Reaching Horizons und dem titelgebenden Opener macht dies den Bock auch nicht fetter.
Die Scheibe riecht nach Cash-in, ihr Gesamtbild lässt Angra eher als ruhige Band dastehen (die sich - ganz nebenbei - in die Gallerie der zahlreichen Bands einreiht, die schlechte Coversongs am Start haben), was den Brasilianer in keiner Weise gerecht wird. Also: meiden, auch wenn's das Ding mittlerweile für ein Paar Mark gibt und stattdessen "Holy Land" auf die Einkaufsliste, denn dort hört man die Glanztaten Angras. Nur für Alleskäufer und Fans!
FAZIT: Seichter Beitrag zur Geldmacherei, der nicht wirklich essentiell ist. Hart aber war: nach "Holy Land" war der Ofen aus...
Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008
Luis Mariutti
André Matos
Kiko Loureiro, Rafael Bittencourt
Ricardo Confessori
Semaphore, Rising Sun
29:41
1996