Bereits seit dem Jahre 2000 existiert Altaria und hat 2003 für ihr Debüt "Invitation" recht gute Kritiken eingefahren. Die Finnen haben schon einige Erfolge verbucht und haben es angeblich beinahe in die finnischen Charts geschafft.
Musikalisch dürfen hier keine kreativen Quantensprünge erwartet werden. Man hat sich dem melodischen Metal der harmlosen Sorte verschrieben. Obwohl "Metal" doch mit Vorsicht zu genießen ist. Zu dezent klingen die Gitarren und das Schlagzeug setzt auch keine bemerkenswerten Akzente. Die Musik auf "Divinity" wäre besser als eine Schnittmenge aus Metal und AOR zu bezeichnen - läßt sich so die Zielgruppe vergrößern?
Die 12 Songs bewegen sich überwiegend in mittleren Tempogefilden und verbreiten alle in etwa die gleiche Atmosphäre. Ein paar schöne Melodien hier, ein nettes, wenn auch unspektakuläres Solo dort und fertig ist ein Appetithappen für alle, die auf ein neues Album von Sonata Arctica oder Stratovarius warten und sich auch nicht grämen, wenn die Gitarren etwas (bzw. noch) softer klingen. Das spielerische sowie kompositorische Potential dieser Bands wird aber nie erreicht. Angenehm ist der Gesang, denn auf quietschige genretypische Schlumpfschreie wird konsequent verzichtet.
Auf dem limitierten Digi Pack der Erstauflage befindet sich noch eine Cover-Version von Accepts Balls To The Wall.
FAZIT: "Get ready to metal" verkündet der Promo Flyer großspurig. "Get ready to träller some rock" wäre passender. "Divinity" tut niemandem weh und beinharte Verehrer melodischer Klänge werden hier, wenn schon nicht ihr Himmelreich, so doch eine dreiviertel Stunde ganz netter Songs vorfinden, mit der auch nicht gleich die Freundin vergrault wird.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.02.2008
Marko Pukkila
Taage
Jani Liimatainen
Jani Liimatainen
Tony Smedjebacka
Metal Heaven
46:37
2004