Die Scheißköpfe (seht selbst wie dumm euer Bandname ist...) waren schon einmal unter den angeblich heißesten Newcomern des Rock Hard. Jetzt haben sich die Madrilenen von Locomotive mit den Deutschen zusammengetan und geben dieser Scheibe mit Flammencover und entsprechendem Titel keine Chance, sich einer Genreklassifizierung zu entziehen. Muss allerdings auch nicht sein, denn am Schweine- und Stoner-Trog laben sich viel schwächere, allerdings auch dreckigere und fettere Bands.
Auf der Habenseite haben The Shitheads in Plastik gepresste Spielfreude, eine Frontsau mit ordentlich Schmalz wie Gefühl in der Stimme und Ambitionen zu maximaler Abwechslung im Instrumentalbereich (so weit im engen Schweinestall möglich). Hier wird sogar weniger Riffdiebstahl betrieben als etwa auf dem letzten Album der Spiritual Beggars. Deshalb ist auch die Hitdichte bei The Shitheadz nicht so hoch, und gegen Ende schwächelt die Platte trotz eingängiger Refrains etwas (wie so viele andere). Vielleicht sollte man den dreckig gepumpten Treibstoff mit dem letzten Erguß der Mushroom River Band vergleichen – der spritzte mit ähnlich viel Feuer aus der Anlage.
FAZIT: Eine der besseren Bands dieser Kategorie – so manchen Klischee-Rotzrockern und Kiff-Riffern den Vorzug zu geben. Allerdings: Schweinefleisch bleibt Schweinefleisch bleibt Schweinefleisch: kein weiteres Würzen nötig noch möglich..
Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.01.2008
Mark Neschen
Andreas Peters, Chsistoph Birx
Guido Reuß
Oliver Beck
Locomotive Music
50:17
2004