Crosscore – so beschreiben APRON ihren laut Bandwebsite “ureigenen” Stil. Der Name mag zwar neu sein, aber die Musik ist es schon lange nicht mehr. Bassist Andreas Ortanderl sagt „Eine Mischung aus der Geradlinigkeit und Kraft des Crossover und der Brutalität und Rücksichtslosigkeit des Hardcore, das ist, was wir machen!“. Es ist zwar nicht die feine Art, kritiklos Promotexte von Bandwebsites zu kopieren, aber in diesem Falle bringt es den Klang von „The Broken Child“ auf den Punkt.
Cleaner, teils manisch-psychopathischer Klargesang, wechselt sich ab mit unmenschlichem Grunz-Brüll, kleine Melodien kollidieren mit dick aufgetragenen Gitarrenwänden. Hat man alles schon woanders gehört (bei KORN z.B), doch APRON transportieren einen Haufen Energie und können so, zumindest über die Kurzstreckendistanz einer EP, kurz und deftig auf die Mütze geben. Sollte die Band mit dem Gedanken spielen, ein ganzes Album mit ihren Klängen zu füllen, sollte vielleicht noch etwas an der Abwechslung gefeilt werden.
FAZIT: Einst wurde dieser Stil als „modern“ bezeichnet – heute lastet schon eine gewisse Staubschicht auf diesen Klängen. Der Sound ist übrigens exzellent und läßt zu keiner Zeit Gedanken an eine scheppernde Eigenproduktion aufkommen. Nett.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008
Andreas Ortanderl
Thomy Bambuch
Michael Hofstetter, Johannes Ortanderl
Andy Kuhn
Eigenproduktion
16:06
2006