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Astral Doors: Astralism

Stil: Heavy Metal / Hard Rock

Cover: Astral Doors: Astralism

Seit dem Debüt “Of The Son And The Father” gehören Astral Doors zu den Lieblingen von Kritikern und Presse – seltsam eigentlich, denn alles, was die Herren auf ihren Alben bieten, gab es schonmal irgendwann und irgendwo in der Rock Historie von Bands wie Rainbow, Dio und Deep Purple zu hören. Das Nachbeten und bisweilen qualvolle Wiederkäuen bewährter Rezepte ist also keine bloße Krankheit der eher oberflächlichen Pop-Szene – zusammenstibitzt und neu zusammengekleistert wird heute überall und in jedem nur denkbaren Genre; neue Generationen von Düsterjüngern huldigen in fleißiger Kopisten Manier dem Åkerfeldt-Kult, seit den 90ern formiert sich Band um Band, den Frickelsound des Traumtheaters möglichst naturgetreu wiederzugeben, warum also nicht den Helden vergangener Hard Rock Glanztaten nacheifern?

Den Fans ist es eh wurscht. Astral Doors bieten wieder genau das, was sie schon immer ausgezeichnet hat: Eine kraftvolle Mischung aus melodischen Hard Rock und Heavy Metal, selbstverständlich perfekt produziert, diesmal von Hypocrisy-Psycho und Augenring-Guru Peter Tägtgren in den nicht ganz unbekannten Abyss Studios. Die Twin Gitarren von Martin Haglund und Joachim Nordlund braten voluminös, Sänger Patrik Johansson gehörte schon immer zu den besten seines Fachs und veredelte mit seinem Organ schon die Songs von Wuthering Heights, die seit je her zu den besseren ihrer Zunft gehörten. Die Drums donnern, die Songs pendeln zwischen rockendem Hochtempo und bombastisch-dramatischem Mittelgeschwindigkeiten. Die Soli sind auch nicht übel. Hm.

FAZIT: Alles also beim Alten. Lieben oder hassen. 13 Punkte wegen professioneller, krachend melodiöser Powerkost oder 5 Punkte wegen des „schon wieder nix Neues“-Effekts. Treffen wir uns also in der Mitte.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.01.2008

Tracklist

  1. EVP
  2. Black Rain
  3. London Caves
  4. From Satan With Love
  5. Fire In Our House
  6. Israel
  7. Raiders Of The Ark
  8. Tears From A Titan
  9. Oliver Twist
  10. Vendetta
  11. The Green Mile
  12. In Rock We Trust
  13. Apocalypse Revealed

Besetzung

  • Bass

    Mika Itäranta

  • Gesang

    Patrik Johansson

  • Gitarre

    Martin Haglund, Joachim Nordlund

  • Keys

    Joakim Roberg

  • Schlagzeug

    Johan Linderstedt

Sonstiges

  • Label

    Locomotive Records

  • Spieldauer

    54:58

  • Erscheinungsdatum

    2006

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