Neben der „Dio´s Inferno - The Last In Live“ bringt SPV auch „Angry Machines“ als Re-Release heraus. Bei dieser CD ist die Label-Entscheidung im Gegensatz zur Livescheibe allerdings weniger nachvollziehbar. Auch hier gibt es lediglich leichte Veränderungen am Booklet - ansonsten keine Extras, kein neuer Sound. Und da die ursprüngliche Version nicht gerade als Rarität gilt und eigentlich schon überall recht günstig zu haben ist, glaube ich nicht, dass der „Super Value“-Aufkleber die Verkäufe spürbar anziehen lassen wird.
Zu hoffen wäre dies allerdings schon, schließlich ist dieses Album damals bei einigen Fans durchgefallen und daher ziemlich untergegangen. Zu Unrecht, wie ich meine. Zu düster, zu modern und zu aggressiv - so oder ähnlich lauteten die meisten Vorwürfe der Kritiker. Ich hingegen fand es lobenswert, dass sich Dio neuen Einflüssen geöffnet und diese mit seinem typischen Stil vermischt hat. Spätestens nach einigen Durchläufen offenbart das Album seine Qualitäten und entwickelt sich zu einem der anspruchsvollsten Dio-Werke.
FAZIT: Wenn auch unwahrscheinlich, wäre es wünschenswert, wenn bei diesem zweiten Anlauf noch der ein oder andere damals kurzfristig Ertaubte den Zugang zu dieser verkannten Perle findet. Dabei ist es dann allerdings egal, welche Jahresangabe (1996 oder 2006) auf der Rückseite steht.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008
Jeff Pilson
Ronnie James Dio
Tracy G
Scott Warren
Vinnie Appice
SPV
45:34
2006