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Guano Apes: Lost (T)Apes

Stil: Crossover

Cover: Guano Apes: Lost (T)Apes

Ob die GUANO APES für die Leser dieses Magazins jemals nennenswerte Relevanz hatten, soll mal nicht Gegenstand dieser Rezension werden. Zum Glück oder Unglück gibt es die deutschen, höchst erfolgreichen Crossover Helden seit 2005 nicht mehr. Durch den Gewinn des „Local Heros“ Wettbewerbs im Jahre 1994 (man setzte sich gegen mehr als 1000 Kokurrenten durch) bekamen die GUANO APES ihren ersten Plattenvertrag, und ab diesem Zeitpunkt ging es mit der Karriere steil bergauf – Gold und Plantin Auszeichnungen waren die Folge des großen Erfolgs.

„Lost (T)Apes“ befaßt sich mit der frühen Phase der Band und präsentiert zwölf Demosongs vergangener Tage in entsprechend schepperndem Soundgewand. Kenner der Band werden in einigen Songs Melodien und Motive späterer Hits heraushören und sich daran erfreuen können. Außerdem befinden sich noch jede Menge Tracks auf dem Silberling, die es nicht auf ein reguläres Album der Guano Äffchen geschafft haben – oder, um es im Promo-Flyer Jargon auszudrücken – die seinerzeit konzeptionell einfach nicht auf die jeweiligen Alben passten.

Um sich mit heiler Haut durch die zwöf rumpeligen Rock/Metal/Hip Hop/Funknummern zu hören, muß man wirklich bedingungsloser Fan der Truppe sein. Wer sich dieser Spezies nicht zugehörig fühlt, der lasse bitte die Finger von den „Lost (T)Apes“…

Dieses Album erscheint ebenso als Doppel CD zusammen mit einer Greatest Hits Sammlung – in diesem Kontext machen die alten Proberaumaufnahmen als nette Beigabe schon Sinn. Die Einzel CD Variante bleibt also hartgesottenen Alleskäufern vorbehalten, die jeden Song der Band im Schlaf rückwärts Pfeifen können.

FAZIT: Nur für Fans …

Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.01.2008

Tracklist

  1. Your Song
  2. Hanoi
  3. Maria
  4. Diokhan
  5. Open Your Eyes
  6. Get Busy
  7. Ignaz
  8. Rain
  9. Wasserfliege
  10. Come And Feel
  11. Running Away
  12. Dreamin´

Besetzung

  • Bass

    Stefan Ude

  • Gesang

    Sandra Nasić

  • Gitarre

    Henning Rümenapp

  • Schlagzeug

    Dennis Poschwatta

Sonstiges

  • Label

    GUN Records

  • Spieldauer

    39:21

  • Erscheinungsdatum

    2006

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