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The Quill: In Triumph

Stil: Nu Rock/Hard Rock

Cover: The Quill: In Triumph

Mittlerweile gewohnt souveräner Stoff von den Retro-Freaks um Frontröhre Magnus Ekwall. Wobei, auch wenn es dieses mal wieder so einige, teilweise dreist geklaute Iommi-Riffs zu hören gibt (mit “Yeah” als Beweisstück verliert man z.B. jeden “Paranoid”-Prozess), von ihren ursprünglichen Wurzeln im Stoner/Hippie Rock hat sich das Quartett aus Schweden mittlerweile doch ein gutes Stück entfernt.

Mit dem unter der Regie vom ehemaligen VICTORY-Gitarristen und heutigen Top-Produzenten Tommy Newton (HELLOWEEN, UFO, CONCEPTION, KAMELOT und viele mehr) in dessen Area 51-Studio eingespielten und mit glasklaren Sound versehenen Werk schielt man inzwischen vielmehr unverkennbar in Richtung erfolgreichen Nu Rock der Sorte AUDIOSLAVE & Co.

Mir ist der Sound der Scheibe dann auch schon fast “zu gut”. Ein bisschen mehr Tiefe, mehr “Knarzigkeit” hätte es für meinen Geschmack durchaus sein können. Das hätte den meist ziemlich geilen Gitarren und natürlich dem Bass (immer wenn sie schön dröhnen oder auch mal dem Blues huldigen) noch ´nen ordentlichen Punch versetzt.
Aber auch wenn es mit dem mittlerweile fünften Album weiterhin nicht zum erhofften Triumphzug für das Quartett aus Schweden reichen wird - näher am Puls der Zeit liegt man mit diesem Sound ganz sicher. So hätten dann Songs wie „Broken Man“ und „Keep The Circle Whole“ durchaus auch auf dem AUDIOSLAVE-Debüt stehen können (das erste vielleicht direkt neben „Show Me How To Live“…?).

Nicht, dass wir uns hier durch meine oben angebrachten Soundbeschwerden falsch verstehen: Wir haben es hier voll und ganz mit einem gutklassigen Stück Musik zu tun, das man als traditionsbewusster Hardrocker mal gehört haben sollte. Mit einem Sänger wie Magnus Ekwall, der ja seinen Bekanntheitsgrad durch das Mitwirken am letzten AYREON-Werk erheblich steigern konnte, ist es schließlich fast ausgeschlossen, schlechte Songs zu fabrizieren. Aber irgendwie hat man ständig das Gefühl, dass hier mehr hätte drin sein können.
Etwas mehr Spontanität und weniger Routine hätten der Scheibe daher durchaus gut getan. Es klingt hier der ein- oder andere Song zu sehr nach Pflichterfüllung und zu berechnend. Wo man etwa mit einem Schmachtfetzen wie „In The Shadows“ gerne hin würde, ist dann doch zu deutlich.

FAZIT: Erdige und momentan eigentlich schwer angesagte Rockmusik, die in den Charts landen würde - käme sie denn aus Amiland. Weniger Trendorientierten sei gesagt, dass man als BLACK SABBATH-Fan der Tony-Martin-Ära hier ebenfalls nichts falsch machen kann.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.01.2008

Tracklist

  1. Keep The Circle Whole
  2. Yeah
  3. Slave/Master
  4. Broken Man
  5. Man In Mind
  6. Merciless Room
  7. Trespass
  8. Black
  9. No Light On The Dark Side
  10. Triumph Is A Sea Of Flame
  11. In The Shadows
  12. Down

Besetzung

  • Bass

    Robert Triches

  • Gesang

    Magnus Ekwall

  • Gitarre

    Christian Carlsson

  • Schlagzeug

    Jolle Atlagic

Sonstiges

  • Label

    Steamhammer/SPV

  • Spieldauer

    51:46

  • Erscheinungsdatum

    2006

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