Puh, nichts neues aus dem Hause GUN Records. Mit schöner Regelmäßigkeit werden hier glatte Hochglanz Rock Scheibchen auf den Markt geworfen, die genau den richtigen Sound haben, um auch bei Publikum erfolg zu haben, das sich nur bedingt für elektrische Gitarren interessiert. ALL ENDS machen da keine große Aufnahme; die einzige Novität sind hier die beiden Frontfrauen, die sich den Gesang teilen. Beide Namen beherrschen sicher ihre Stimmen, sind aber kaum unterscheidbar von den Heerscharen ihrer Konkurrenz – fatal bei Musik, die auf Airplay schielt und entsprechend auf den Gesang fokussiert ist. Instrumental passiert nicht viel: Standardschlagzeug und Standard Rock Riffs in modernem Soundgewand zeugen nicht von Ausdruckskraft jenseits der doppelten Singstimme.
ALL ENDS sollen nicht so klingen wie WITHIN TEMPTATION oder NIGHTWISH – das ist sogar richtig, aber dennoch kann den Schweden keine Eigenständigkeit angehängt werden, wie es uns das Label weismachen möchte. Eine poppigere, fröhlichere Variante von EVANESCENCE charakterisiert den Sound dieser Band ausreichend, der über die kurze Spielzeit von 17 Minuten ungeheuer eindimensional, undynamisch und geradzu bieder daherkommt. Welcher Musikfan braucht solch genormten Konfektionsgrößen-Quark? Gegen massentaugliche Musik ist ja nichtmal zwangsweise etwas zu sagen, wenn ein Minumum an Ideenreichtum vorhanden ist, doch genau da hapert es bei ALL ENDS – da hilft es auch nicht, daß Sängerin Emma Gelotte die Schwester von IN FLAMES Gitarrist Björn Gelotte ist…
FAZIT: Typisches GUN Release. Glatt, melodisch, unspektakulär, erfolgreich. Es wird langsam echt langweilig…
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.01.2008
Emma Gelotte, Tinna Karlsdotter
Fredrik Johannson, Peter Mårdklint
Joseph "Joey" Skansås
GUN Records
17:02
2007