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The Flower Kings: The Road Back Home

Stil: Progressive Rock / Rock

Cover: The Flower Kings: The Road Back Home

Nach nunmehr neun regulären Studioalben und diversen anderen Veröffentlichungen kann man den FLOWER KINGS den Wunsch nach einer Art von Rückblick auf die Straße, die nach Hause führt, dorthin, wo alles begann, durchaus abnehmen. Seit 1995 begeistern die Schweden nun bereits – oder nerven ganz gehörig, das kommt ganz drauf an, welche Veröffentlichung sich welche Art von Musikfan den gespitzten Ohren zuführt. Von vertracktem Jazz-Rock und opulenten Prog über relaxte Hippie Vibes bis zu süßlichem Knuddel-Rock haben die FLOWER KINGS bisher alles abgedeckt und möchten mit der „Road Back Home“ nun laut Stolts Eigenbekundungen die melodische, eingängige Seite ihrer Band herauskehren, einen Soundtrack basteln, der viele Jahre der Arbeit der Blumenkönige abdeckt, aber durchaus auf der nächsten Party vorgenudelt werden kann, ohne dass die Freunde in einem gleich den weltentrückten, versponnenen, atonalitätsverliebten, 13/7-Takt-fetischisierenden Jazz-Prog-Nerd entdecken müssen.

Ein großer Teil der Songs wurde neu abgemischt, so dass die einzelnen Tracks besser ineinander fließen. Ein paar neue Soli wurden hinzugefügt und teilweise der Gesang neu aufgenommen, was nicht unbedingt eine notwendige Angelegenheit zu sein scheint, zumeist nicht stört, aber bei der pathetischen Über-Hymne „A King´s Prayer“ z.B. gehörig nach hinten losgegangen ist und dem Charme des Originals keinerlei Rechnung mehr tragen kann.

„The Road Back Home“ mag für den eingefleischten Die-Hard-Progger, in seiner elitären Tonblase weit über den debilen Massen schwebenden, komplexitätsverhimmeln Vertracktheits-Abgötterer eine mittelgroße Zumutung darstellen, aber was soll´s, jeder kann gerne „Unfold The Future“ auflegen und glücklich werden. Wer hingegen auch keine Angst vor einer kleinen Portion Eingängigkeit und Schönklang hat, wird mit „The Road Back Home“ ein paar angenehme Stunden verbringen können und nebenbei einen neuen Song („Little Deceiver“ von den „Rainmaker“ Sessions) und das Cover des GENESIS Songs „Cinema Show“ seinem musikalischen Fundus hinzufügen.

Massen von neuen Fans werden aber wohl nicht hinzugewonnen werden, denn wer bisher einen weiten Bogen um proghaltige Musik machte oder – noch wahrscheinlicher – beim Wort „Prog“ zuerst an ein rumhaltiges Geistesgetränk denken muss, der wird kaum auf diese warmherzige Kompilation aufmerksam werden. „The Road Back Home“ bleibt somit ein Stück für Sammler und Instrument für musikalische Bekehrungsidealisten, die mit diesem Doppelalbum Freunde und Geliebte sanft an die Progwelt heranführen wollen. Inwiefern das von Erfolg gekrönt sein wird, kann nur die Zukunft zeigen…

FAZIT: Warmherzige Zeitreise für alle Prog-Möger, die auch gern mal von ihren prätentiös-verstiegenen Rössern herabsteigen, um einer kleinen Weile der Eingängig zu lauschen. Dass einige Stücke etwas gekürzt wurden, ist hingegen eine mittlere Bösartigkeit…

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008

Tracklist

  1. CD1
  2. Cosmic Lover
  3. A Kings Prayer
  4. Stupid Girl
  5. Cosmic Circus
  6. Babylon
  7. Paradox Hotel
  8. World Without A Heart
  9. Church Of Your Heart
  10. Vox Humana
  11. What If God Is Alone
  12. Starlight Man
  13. Grand Old World
  14. The Road Back Home
  15. Cinema Show
  16. -
  17. CD2
  18. Ghost Of The Red Cloud
  19. Painter
  20. I Am The Sun (Part 2)
  21. Different People
  22. Little Deceiver
  23. Chickenfarmer Song
  24. The Rhythm Of The Sea
  25. Touch My Heaven
  26. Life Will Kill You
  27. Monkey Business
  28. Compassion
  29. The Flower King
  30. Stardust We Are

Besetzung

  • Bass

    Michael Stolt, Jonas Reingold

  • Gesang

    Roine Stolt, Hasse Fröberg

  • Gitarre

    Roine Stolt, Hasse Fröberg

  • Keys

    Tomas Bodin

  • Schlagzeug

    Jaime Salazar, Marcus Liliequist, Zoltan Csörsz

Sonstiges

  • Label

    InsideOut

  • Spieldauer

    153:01

  • Erscheinungsdatum

    2007

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