Das zweite Album des Eisregen-Ablegers ist besser als das Debüt; gut ist die Band immer noch nicht, und was bleibt, wenn auch die lyrischen Skandale fehlen?
- nichts, außer ein paar trivialen, bei Markus Stock gut produzierten Liedchen, die rocken möchten, aber nicht grooven. Der BEAT CLUB will auch Black Metal sein, denkt aber nur bis zu den adaptierten Sechzehntel-Schrammelriffs. Das Rohe und Morbide geht ihnen – auch trotz textlicher Bemühungen – völlig ab. Melodien werden affektiert clean zersungen oder überwiegend zergrölt, und im Instrumentalbereich nerven sie eher, statt eingängig zu sein, weil sie vordergründig in den Händen der Violinistin, bzw. des Keyboarders liegen. Aus gitarristischer Sicht überraschen allerdings die teils gar nicht üblen Leads und Sololicks, welche zumindest ein schwaches Band zum angestrebten Rock´n´Roll knüpfen.
Man täte besser daran, die Lyrics unverständlich zu halten, denn Zeug wie die beiden „sterben gehen“-Teile oder das vereinzelt gebrauchte und grausig akzentuierte Englisch verärgern mehr, als die Musik einem gleichgültig ist. So erreicht die Band zumindest einen Bruchteil dessen, was Eisregen erfolgreich macht. Hinsichtlich des informelleren Ansatzes sowie der nicht ganz so vordergründigen Plakativität wäre Erfolg den TRANSILVANIAN BEAT CLUB sogar noch eher zu wünschen; alleine die Musik dürfte ihn nicht erbringen.
FAZIT: Wenig spannende Musik zwischen Rock mit Stock im Kreuz und dem Basischsten aus der Extremmetal-Küche (dort vornehmlich dem Abfalleimer entnommen), der Spaß machen will und schließlich auch textlich dazu nicht in der Lage ist. Die Kombination aus talentschwachen Musikern und druckvollem Klang sorgt für ein Vorbeirauschen im Wortsinn; dieser Beat ist wohl der von Fledermausschwingen, wenn die Tierchen das Weite suchen. Dann doch lieber Powerwolf...
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.02.2008
Yantit, Theresa, D.F
Massacre/Soulfood
55:53
2007