Gut und gerne könnten die Schweizer TRIBES OF CAIN aus Skandinavien kommen. Auch dort wird viel handwerklich sauberer Black-und-Deather-Metal gespielt, dem es allein an Abwechslung und markigen Songs fehlt - Die schwarze Tapete für ohnehin schon abgedunkelte Räume also...
TRIBES OF CAIN klingen in erster Linie nur – sie schreiben keine Lieder, die im Hirn haften bleiben. Der Klang bezieht sich dabei auf die Größen aus dem Norden: Mal meldoiöses, mal brutales Riffing, Keif- und Grollgesang sowie eine zweifellos brodelnde und tiefdunkle Atmosphäre. Diese ist auch der Hauptvorzug der viel zu langen Scheibe, denn trotz der Songlängen von vier bis neun Minuten brechen die Musiker ihr enges Konzept trotzdem nicht auf – da helfen auch die mehrsprachigen Songtitel/-Texte nichts.
Wer eine aufstrebende Band mit genügend Potential unterstützen möchte, kann das mit dieser hier gerne tun. Nicht dass es wenig andere gäbe, aber TRIBES OF CAIN haben zumindest einen dicken Sound und ein schönes Digipack als Kaufargumente in der Hinterhand.
FAZIT: Extremmetaller, die alles von Samael bis Dissection, Edge of Sanity bis Dark Funeral mögen, sollten TRIBES OF CAIN einmal antesten. Mit Eigenständigkeit ist es nicht mehr weit hin, aber doch noch ein gutes Stück.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008
Dario Stutz
Sven Gryspeerdt
Reto Hofstetter, Chrigi Sennhauser
Dave Schlumpf
Fastbeast Entertainment
59:59
2007