Zurück

Reviews

Trigger The Bloodshed: Purgation

Stil: Death/Grind

Cover: Trigger The Bloodshed: Purgation

Der Albumtitel dieser Briten sagt viel über die Musik aus: es handelt sich um eine kathartische Mischung aus Death und Grind, die in ihrer Intensität nicht hinter dem Besten versteckt ist, das der Stil sonst so abwirft. TRIGGER THE BLOODSHED bestehen gerade erst ein Jahr und haben einen ziemlichen Hammer eingespielt.

Dabei ist man apokalyptisches Mahlen bis Voranpreschen von der Insel gar nicht gewohnt, wenn man von der Protovariante und den Initiatoren des Genres (Napalm Death, E.N.T., etc.) absieht. So erinnern TRIGGER THE BLOODSHED eher an die skandinavische Variante der Endzeitmusik - Nasum und Rotten Sound müssen hier genannt werden, wenngleich die Engländer dem alten Hardcore an sich kaum hörbar zugetan sind. Nach der Intro-Verheißung wird Rabatz gemacht, und zwar mit zunächst gewöhnungsbedürftig verwaschenem, aber dadurch unheimlich dichtem Klampfensound. Nicht ohne Soli oder sporadische Melodie-/Harmoniegitarren kommt die Band aus, und das tut sie stets mit Format und ohne Zunichtemachen der bedrohlichen Atmosphäre. So verkündet “Hollow” nahendes Unheil, das sich im Stakkato-Biest “Lovers” entlädt (dieses Pärchen will ich nicht kennenlernen).

Was “Purgation” von der großen Durchschnittsmasse im Extremmetallbereich abhebt, ist der überaus geschlossene Eindruck, die Kürze und Prägnanz, die das Album vermittelt, ohne dass man etwas vermissen würde. Hinzu kommen stets unvorhergesehene, jedoch nie verwirrende Momente, etwa im von weiblicher Stimme getragenen Outro-Trugschluss, nach dem es noch einmal richtig zur Sache geht.

FAZIT: “Purgation” ist ein eindrucksvolles Gerät, das die Scharen an Klassegrind-Verkostern sättigen sollte. Es muss nicht immer Schweden oder Finnland sein - wenn auch König Fußball nicht heimkehrt, so doch eine der ruppigsten Metalspielarten, und zwar endveredelt: TRIGGER THE BLOODSHED sind eine tolle und für das Genre sehr abwechslungsreiche Mischung aus Nasum und etwas Übersee-Death.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.08.2008

Tracklist

  1. Inception
  2. Merciless Ignorance
  3. Laceration
  4. Rebirth
  5. The Defiled
  6. Severed
  7. Impregnable Miscreation
  8. Hollow
  9. Lovers
  10. Mortuary Walls
  11. Violent Elucidation
  12. A Wretched Betrayal
  13. Retribution
  14. The Abortive Becoming
  15. Domicile
  16. Whited Sepulcher
  17. A Perfect Casket

Besetzung

  • Bass

    Jamie Orourke

  • Gesang

    Charlie Holmes

  • Gitarre

    Robert Purnell, Martyn Evans

  • Schlagzeug

    Max Blunos

Sonstiges

  • Label

    Rising/SPV

  • Spieldauer

    37:02

  • Erscheinungsdatum

    15.08.2008

© Musikreviews.de