Wer meinte, bereits alle Extreme zu kennen und den nichts mehr so schnell aus den Socken holt, der ist bei AN ALBATROSS an der richtigen Stelle. Was die Band hier in einer halben Stunde abliefert, ist wirklich unbeschreiblich und liegt, wenn man es nicht gehört hat, jenseits jeder Vorstellungskraft.
Die Band bewegt sich in den abgefahrensten Sphären, die man vergleichsweise mit Progressiv-Extremisten wie MR BUNGLE oder FANTOMAS auf eine Ebene stellen könnte. Es scheint mir zwar völlig unnachvollziehbar, wie es den Musikern möglich sein kann, miteinander bzw. gegeneinander Tonabfolgen zu erzeugen, die in irgendeinem Zusammenhang zueinander stehen sollen – aber irgendwie ist das chaotische Sounderlebnis doch auf ein Konzept fixiert, dem alle Beteiligten zu folgen scheinen: mal panisch schnell, mal von spacigen Soundteppichen unterlegt, öffnet ein jeder Song neue Horizonte und zerschmettert jedwede Konvention oder Definition der Musik. Die Band ist auf ihre extreme Art überall und auch nirgends einzuordnen und man beschreibt dieses bunte musikalische Ereignis wohl am ehesten mit einem fiesen Drogentrip. Den einen mögen die Bilder vielleicht inspirieren, während andere sicher schweißgebadet dem baldigen Ausgang entgegenfiebern.
FAZIT: Was auf fiesem Album dargeboten wird, ist schier unbeschreiblich. Wer sich mit oben genannten Truppen anfreunden kann, wird hier sicher seine helle Freude haben. Alle anderen seien jedoch vorgewarnt: AN ALBATROSS legen jeden Nerv frei!
Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.02.2009
Jay Hudak
Edward B. Gieda
Jake Lisowski
Jeremy Gewertz
Orgel - Phillip Price, Synths - Ms. Kat Paffett
Eyeball
29:25
14.10.2008