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Andromeda: The Immunity Zone

Stil: Progressive Metal

Cover: Andromeda: The Immunity Zone

„The Immunity Zone“ ist bereits das vierte Album von ANDROMEDA, und wird nun mit einigen Monaten Verzögerung auch bei uns veröffentlicht. Bisher blieb das Schaffen der Schweden jedoch relativ unbemerkt, dabei sind die Voraussetzungen durchaus gegeben: Nicht selten erinnert der melodische Progressive Metal an THRESHOLD, die ja auch verschiedenste Hörerschichten ansprechen. Gerade Sänger David Fremberg klingt immer mal wieder ein wenig nach Damian Wilson. ANDROMEDA gehen jedoch auf dem vorliegenden Album oft noch etwas komplexer und heftiger zu Werke, was sich letztlich aber als problematisch erweist. Die eigentliche Stärke der Band sind nämlich gerade die gefühlvollen und melodischen Passagen, die manchmal sogar an den Progressive-Rock der Siebziger und Bands wie GENESIS erinnern. Trotzdem setzen ANDROMEDA viel häufiger auf aggressive Stakkato-Riffs, verschachtelte Rhythmen und düstere Stimmungen. Dadurch fehlt vielen Stücken das letzte Quentchen Eingängigkeit, was eben den Unterschied zu einer Band wie THRESHOLD ausmacht, die ihre Stücke immer mit großen Hooks auszustatten wissen.

ANDROMEDA haben sicherlich Potential, und in einigen Songs gelingt es der Band durchaus, ihren heftigen Progressive Metal eingängig und melodisch zu gestalten. „Another Step“ verbindet beispielsweise gekonnt Thrash-Riffs, vertrackte Breaks und Keyboardspielereien mit einem mitreißenden Refrain. Leider sind diese Momente jedoch zu selten, genau wie auch die wirklich schönen gefühlvollen Passagen. Zu oft verliert sich die Band in Gefrickel, etwa im relativ langweiligen, abschließenden Longtrack „Veil Of Illumination“. Und auch Sänger David Fremberg gelingen trotz angenehm warmer Stimme zu selten wirklich packende Melodien. Was aber auch an der musikalischen Vorlage liegen mag, denn nimmt sich die Band einmal etwas zurück, wie im ruhigeren „Ghosts On Retinas“, gibt es auch einen schön melodischen Refrain zu hören.

FAZIT: „The Immunity Zone“ ist gut anhörbar, mehr aber leider auch nicht. Die düsteren Parts vermitteln ansatzweise Atmosphäre, wirken aber oft auch etwas zäh. Die heftigeren Riffs und die technischen Spielereien klingen wiederum nicht so spannend oder spektakulär, als dass sie ANDROMEDA besonders hervorstechen lassen würden. Meiner Ansicht nach kann die Zukunft der Band nur in einer melodischeren und gefühlvolleren Ausrichtung liegen, gerade mit einem solchen Sänger. Dort liegt die Stärke der Band, die sie aber leider auf vorliegendem Album noch zu selten zeigt.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.04.2009

Tracklist

  1. Recognizing Fate
  2. Slaves Of The Plethora Season
  3. Ghosts On Retinas
  4. Censoring Truth
  5. Worst Enemy
  6. My Star
  7. Another Step
  8. Shadow Of A Lucent Moon
  9. Veil Of Illumination

Besetzung

  • Bass

    Fabian Gustavsson

  • Gesang

    David Fremberg

  • Gitarre

    Johan Reinholdz

  • Keys

    Martin Hedin

  • Schlagzeug

    Thomas Lejon

Sonstiges

  • Label

    Silverwolf Productions

  • Spieldauer

    66:43

  • Erscheinungsdatum

    27.02.2009

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