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Azarath: Praise The Beast

Stil: Death Metal/Black Metal

Cover: Azarath: Praise The Beast

Polen ist für den heftigen Metal dass, was China für die Weltwirtschaft ist. Gerade noch Entwicklungsland, hat man es in kürzester Zeit zumindest zum Schwellenland gebracht und ist auf dem Sprung zur Großmacht. Geschafft wurde das nicht zuletzt durch Kopieren bereits bewährter Konzepte, die den Originalen Konkurrenz machen. Doch wo chinesische Autos derzeit noch bereits im Prospekt rosten und Spielsachen gern todbringende Gifte enthalten, hat Polen in Sachen Qualität die Originale zum Teil überholt oder mittlerweile gar eigene Originale geschaffen.

Ein Original sind AZARATH noch nicht und auch die Paten sind mit MORBID ANGEL oder den Landsleuten BEHEMOTH schnell herausgehört. Dennoch hat „Praise The Beast“ seine Berechtigung, denn MORBID ANGEL kommen ohnehin nicht aus dem Knick und ihr letztes tolles Album ist auch schon eine Weile her. Die typischen, düsteren Gitarrenmelodien und kranken Riffs gibt es auch hier, untermalt von jeder Menge komplizierter Schlagzeugmotive, rasender Doublebass und natürlich Blastbeats. Das alles ist sehr gut gespielt und vom BEHEMOTH-Produzenten betont natürlich in Szene gesetzt.

Weitere Pluspunkte der Truppe sind neben tadellosem Handwerk das kontrastreiche Schlagzeugspiel von Inferno (noch ein Querverweis zu BEHEMOTH) und die zahlreichen geilen Riffs, die Songs könnten in Sachen Arrangement aber noch eine kleine Straffung vertragen, denn ein wenig sperrig ist das Ganze schon. Inhaltlich geht es wiederum okkult zu, Songtitel wie „Azazel“, „Sacrifice Of Blood“ oder „Throne Of Skulls“ stoßen ins genreübliche Horn, kommen aber eben auch um die üblichen Albernheiten nicht herum. Die Zahl der Bands, die diese Thematik ernstzunehmend rüberbringen, ist klein und wird durch AZARATH nicht vergrößert, aber Inhalte sind in diesem Bereich ja ohnehin den meisten egal.

FAZIT: Noch müssen sich AZARATH im Vergleich zu ihren offensichtlichen Vorbildern hinten anstellen. Dennoch hat die Platte Qualitäten, rostet nicht und ist auch nicht giftig. Eine solide Leistung, reinhören ist hiermit empfohlen.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.05.2009

Tracklist

  1. I Hate Your Kind
  2. Sacrifice Of Blood
  3. Praise The Beast
  4. Queen Of Sabbath
  5. Azazel
  6. Invocation
  7. Obey The Flesh
  8. Throne Of Skulls
  9. Unholy Trinity
  10. From Beyond The Coldest Star
  11. Ave Sathanas (ACHERON-Cover, nur auf LP und Digipak)

Besetzung

  • Bass

    Bruno

  • Gesang

    Bruno

  • Gitarre

    Bart, Thrufel

  • Schlagzeug

    Inferno

Sonstiges

  • Label

    Agonia Records

  • Spieldauer

    41:34

  • Erscheinungsdatum

    29.05.2009

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