Wie ich mich auf diese Platte gefreut habe, lässt sich gar nicht Worte fassen. DAATH hatten mit ihrem Labeldebüt „The Hinderers“ (den Erstling „Futility“ brachte man selbst unters Volk) eine der geilsten Scheiben im Jahre 2007 am Start. Eine Platte die mich auch heute noch beeindruckt und die Erwartungen sehr hoch gesteckt hat.
Die Band hat sich dann quasi neuorganisiert und verzichtet auf „The Concealers“ fast völlig aufs Keyboard. Zudem hat man mit Sean Z. einen neuen Mann an den Vocals, der auch einen gänzlich anderen Gesamteindruck beschert als noch sein Vorgänger. War „The Hinderers“ einfach düster und sehr eigenwillig, ist „The Concealers“ einfach nur noch modern und Mainstream-kompatibel. Der Gesang ist gut; klingt aber austauschbar und auch die Musik wirkt einem innovativen Bestandteil beraubt. Was die Band als logische Entwicklung betrachtet, empfinde ich als klaren Rückschritt – weg von Individualismus und Ausnahmecharakter.
An den Songs selbst gibt es handwerklich gar nichts zu meckern: moderner Death Metal, tight gespielt, groovy aber ohne Highlights. Keine Ohrwürmer wie man sie auf der letzten Platte in Massen fand. Hier wird qualitative Durchschnittware gut umgesetzt aber alles wirkt fad. Dazu noch eine angesagte Produktion die mehr nach TRIVIUM und Co. klingt als nach DAATH. Hier passt eins zum anderen.
FAZIT: Für mich haben DAATH den großen Sprung, den sie den Hörern noch 2007 prophezeien wollten, mit dieser Platte klar verpasst. Der Wandel hat uns hier ein sehr austauschbares Release beschert, das deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Wer sich selbst überzeugen möchte, sollte sich einmal auf die MySpace-Seite der Band begeben und sich beispielsweise einen Track wie „Sharpen The Blades“ oder „The Worthless“ reinfahren. Für mich bisher die Enttäuschung des Jahres.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.04.2009
Jeremy Creamer
Sean Z.
Eyal Levi , Emil Werstler
Kevin Talley
Century Media / Roadrunner
41:00
17.04.2009