Als durchschnittliche Death-Metal-Band sind DESTRUCTIVE BEHAVIOR in Erinnerung geblieben, als stärker im Thrash verankert kehren sie zurück und laufen immer noch unter ferner.
Der Hauch der lokalen Jugendclubcombo verschwindet allmählich, denn neben der Produktion ist das dargebotene Handwerk amtlich genug, um mit mehr Smartheit die Alten Schüler vom leiernden Tapeplayer wegzulocken. Dies würde bedeuten: Optik auffrischen (in diesem Fall eher: marode machen), Image polieren (ranzig werden lassen) und die Bilder mit morbiden Tönen bekleckern. Dann ein fesches Undergroundlabel (oder ein darauf getrimmtes) - und schon hätten wir einen weiteren "truen Hoffnungsträger".
So bleibt allein die ausreichend professionelle Musik ohne Nebensächlichkeiten als Hintertür aus der Sackgasse, und in dieser stecken DESTRUCTIVE BEHAVIOR: Ihr Sound ist der Tausender anderer Gruppen, und mit signifikanten Songs können sie sich nicht hervortun. "Final Booze" zeigt Sinn für gute Gitarrenmelodien, die besser in Szene gesetzt werden müssten, und es ist bezeichnend, dass Gesang hier nicht unbedingt von Nöten ist, denn stilunabhängig erhält nur derjenige ein Gesicht, der musikalisch spricht - und das "Killerlied" fehlt der Gruppe schlicht und ergreifend.
FAZIT: Mittelmaß aus deutschen Landen. Möchtet ihr Underground sein oder interessante Musik hören? - Letzteres bitte sonstwo finden...
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2009
Dominik Foerderer
Christoph Engels
Christoph Stockheim, Jens Buschuven
Robert Rockhoff
Independent
34:15
22.11.2008