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Devious: Vision

Stil: Death Metal

Cover: Devious: Vision

“Vision” ist bereits das dritte Album der Niederländer seit ihrer Gründung im Jahre 2000. Die Band spielt - wie viele ihrer Landsleute - technisch anspruchsvollen Death Metal, der zwar durch dezenten und gut zur restlichen Musik passenden Keyboardeinsatz sowie melodische Gitarren-Leads aufgelockert wird, ansonsten aber durchaus brutal daherkommt. Allerdings liegt der musikalische Schwerpunkt dabei mehr auf heftigen Midtempo-Grooves, denn auf Uptempo-Geballer.

Aufgrund der Keyboards musste ich beim Hören von „Vision“ öfter mal an alte PESTILENCE denken, speziell an deren Album „Testimony Of The Ancients“, als die Vorliebe der Band für jazzige Songstrukturen noch nicht so ausgeprägt war.
Neben vereinzelten DEATH-artigen Riffs („False Identity“) ist auch ein Einfluss der derzeit recht angesagten KATAKLYSM (z.B. Bei „Respiration Of Fear“) nicht zu leugnen. Das mag nicht unbedingt originell, könnte aber durchaus erfolgversprechend sein.
„Abide“ geht phasenweise tempomäßig etwas derber zur Sache während „Impulse Overload“ wiederum durch einprägsame Riffs, heftige Grooves und gelungene Melodien zu überzeugen weiß. Überhaupt ist das songwriterische Niveau durchweg auf einem Qualitätslevel. Ein misslungener Song ist auf „Vision“ auch gegen Ende der Spielzeit nicht auszumachen.
Auf der anderen Seite fehlen vielleicht aber auch zwei, drei wirklich herausragende Beiträge. Unabhängig davon habe ich auf jeden Fall mit jedem weiteren Durchlauf mehr Spaß an diesem Album gefunden.

FAZIT: „Vision“ ist ein vielleicht kein unbedingt bahnbrechend originelles, aber durchaus kurzweiliges Death-Metal-Album, das mit vielen gelungen Riffs und Melodien zu unterhalten weiß. Genre-Fans sollten durchaus mal mehr als ein Ohr riskieren.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.12.2009

Tracklist

  1. Heritage Of The Reckless
  2. False Identity
  3. Respiration Of Fear
  4. Abide
  5. Impulse Overload
  6. Predefined
  7. Validate
  8. Disconnect

Besetzung

  • Bass

    Daniël Centiago

  • Gesang

    Arnold Oude Middendorp

  • Gitarre

    Wouter Huitema, Guido de Jongh

  • Schlagzeug

    Frank Schilperoort

Sonstiges

  • Label

    Deity Down / 7hard

  • Spieldauer

    35:44

  • Erscheinungsdatum

    04.12.2009

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