Nach ESTUARY schiebt Ibex Moon mit DREAMING DEAD hier das nächste Female-Fronted-Death-Metal-Geschoss nach. Die zierliche Sängerin überzeugt mit aggressivem Gesang und steht ihrer männlichen Konkurrenz in nichts nach.
DREAMING DEAD haben sich anspruchsvollem Death Metal mit leichtem Thrash-Einschlag verschrieben, der mit clever-vertracktem Riffing und mit starken Drums alles in Grund und Boden knüppelt. Dabei sind die Zutaten, die die Band für ihre Songs nutzt, alles andere als neu: traditionelle Metallkost im Stile von DEATH und Co., die Spaß macht und authentisch dargeboten wird.
Die einzelnen Songs sind abwechslungsreich arrangiert, ohne zu viel Genrefremdes aufzufahren. Qualitativ hochwertige Death-Metal-Standardkost, wie es bereits tausende Bands gibt, die aber durch ihre überzeugende, spielfreudige Art durchaus Daseinsberechtigung besitzt und einen anständigen Platz in einer guten Metal-Sammlung verdient hat.
FAZIT: „Within One“ ist ein starkes Debüt, das vor allem in punkto Spieltechnik auf ganzer Linie zu punkten versteht. Dass man, was die innovative Umsetzung anbelangt, eher traditionell zu Werke geht, schadet der Musik nicht. Nur ist die Konkurrenz für diese Spielart immens und DREAMING DEAD fehlt einfach noch das gewisse Etwas, das diese Platte aus dem riesigen Feld von qualitativ guter Musik noch ganz nach oben verhelfen kann. Die Growls von Sängerin Elizabeth Schall jedenfalls reichen hier nicht aus – dafür gibt es von weiblichen Frontern inzwischen einfach schon zu viele. Als Anspieltipps seien „Stairs Into the Vortex“ und „Shadows In the Dark” erwähnt.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.01.2009
Juan Ramirez
Mike Caffell, Elizabeth Schall
Elizabeth Schall
Mike Caffell
Ibex Moon Records
41:42
26.01.2009