Schlechte Nachrichten aus Finnland: Das Ende ist da! Nein, nein, keine Panik. Nicht das Ende der Welt. Noch nicht. Die Rede ist von der Ankunft eines ganz anderen Unheils. Der Debüt-Kracher „The End“ von THE FINAL HARVEST steht ab sofort in den Plattenläden.
Die letzte Ernte (THE FINAL HARVEST) ist also eingefahren und wird nun all die ernähren, die keine Probleme mit ihrer Verdauung haben. Denn leichte Kost ist das nicht, was die Finnen auftischen. Ganz im Gegenteil. THE FINAL HARVEST erfrischen die durstigen Gemüter mit ultra-hartem Hardcore-Thrash und füttern den an Mittelmäßigkeit gewöhnten Metal-Magen mit fetten Riffs, fiesem Geschrei, fast-speed Gebolze und famoser Spielfreude.
Dass hier gestandene Musiker und keine Dilettanten am Werk sind, wird schon nach den ersten Sekunden klar. „The Beginning Of The End“ startet träumerisch, sphärisch, harmonisch. Auftritt der Double-Bass. Einsetzen der Gitarre. Im Hintergrund rumort es bedrohlich. Dann bricht der Sturm mit „Purgatory“ los und lässt bis zum Ende des Albums nicht mehr locker.
FAZIT: Geniestreiche klingen zwar anders. Aber „The End“ ist definitiv ein musikalisches Ausrufungszeichen, dass kein Thrash-Fan überhören sollte. Nicht jeder Song schlägt ein wie eine Bombe. Das wäre gerade von einem Debütalbum zu viel verlangt. Doch das Gesamt-Paket stimmt und das ist mehr wert, als eine insgesamt schwache Scheibe mit wenigen Highlights. Wer es laut, brutal, kompromisslos und roh mag, ohne dabei auf Spielkultur und intelligentes Songwriting verzichten zu wollen, der ist bei THE FINAL HARVEST an der richtigen Adresse. Bang your head to this!
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.10.2009
Risto Roine
Ville Rutanen
Eero Silvonen
Tuomas Saukkonen
Cyclone Empire
45:17
16.10.2009