Alt und neu mischen THE VITAL MIGHT, indem sie klassische Progrock-Elemente mit Post-Klischees (nein, keine gelben Kästen) vermengen und bisweilen fesseln, bisweilen vorbeirauschen.
Hallfahnen, Gitarrenwände und geschäftige Drums stehen im Geiste neuzeitlicher Bands zwischen Alternative und Prog, während THE VITAL MIGHTs Augenmerk auf griffige Songs durchweg der Gitarrenrock-Tradition verhaftet ist. "Trouble" ist ein Highlight mit typischen Pentatonik-Riffs, Doublebass und einer Band, die sich als eifriger Klangmauerer erweist - inklusive Keyboard-Verputz. "Saturday" versprüht Indie-Flair fürs Wochenende, während das aggressive "The Greatest Man" sowie der sich stets steigernde Abschlusstrack das andere Ende der Härteskala abdecken.
THE VITAL MIGHT sprechen in ihre postrockigen Momenten am wenigsten an. Deshalb sollten sie sich auf das konzentrieren, was "Red Planet über den Durchschnitt hebt: Songwriting der kompakten Art, statt gesangslose Längen und Ambient-Willkür.
FAZIT: Sachte Stimmungen wie bei Secret Machines, niemals so irre und stilübergreifend wie The Mars Volta, aber von der Attitüde her eindeutig im gleichen Dunstkreis wie die Radioheads und Tools dieser Welt zu verorten - THE VITAL MIGHT sind damit eine Band, die den Neuerfindern hinterherhechelt, allerdings auf überzeugende Art und Weise, denn die Songs stimmen.
Erhältlich über www.justforkicks.de
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.10.2009
Rick Gauthier
Andy Milk
Andy Milk
Evan Kraker
10T / Just For Kicks
48:12
29.10.2009