Bereits mit ihrem selbstbetitelten Debüt hatten die walisischen Jungs mit frohlockend gutgelauntem Street-Punk auf sich aufmerksam gemacht. Der 2006er Output erdrückte bereits mit leichtfüßiger Oberflächlichkeit und platter musikalischer Umsetzung. Mit „Drinkin’ Angry“ schiebt die Band nun ganze 18 neue Tracks nach, die ausnahmslos veranschaulichen, dass man dem Stil treu geblieben ist....
So ist dann auch des einen Freud des anderen Leid. Einfach gespielte, eingängige Songs, die schnell ins Ohr gehen – leider aber auch auf die Nerven. Der Straßen-Charme der Band prangt vor allem mit Belanglosigkeit und Austauschbarkeit. So kommt es auch, wie es kommen muss: egal wie ambitioniert sich die Band gibt, das Ergebnis ist einfach nur schlecht. Mag sein, dass Liebhaber dieser musikalischen Spielart von derart tausendfach aufgebratener Kost nicht genug bekommen können, aber rein objektiv gesehen, bietet dieses Album nichts, was den Kauf rechtfertigen würde. Man mag Sänger Ed Lalli (ob er sich diesen Namen selbst gegeben hat?) eine gewisse gesangliche Eigenständigkeit attestieren, aber das war es!
FAZIT: Mit ihrem aktuellen Album haben sich die WELCH BOYS nur wenig nach vorn bewegt. Wem Punk von der Straße nie billig und unbeschwert genug sein kann, der gehört wohl genau in die Zielgruppe, welche diese Musik ansprechen soll. Ich persönlich kann diesem faden, nichtssagendem Release hingegen rein gar nichts abgewinnen.
Punkte: 4/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.01.2009
Mark Powers
P.J. Dionne, T.J. Welch
Steve Maffeo
I Scream Records
48:54
24.10.2008