Wer wie Sänger Philip Labonte auf Promo-Fotos ein Shirt mit dem Aufdruck: „You Have A Right To Keep And Bear Arms.“ trägt, hat eines der Grundprobleme seines Landes nicht verstanden, Verfassungsartikel hin oder her.
Wer wie Sänger Philip Labonte in der Thanks-Liste seiner Knarre dankt, kann eigentlich entweder nicht ernst genommen werden oder muss, wenn er dieses doch wünscht, damit rechnen, als Vollpfosten eingeordnet zu werden. Da kann Mann auch mit deutscher Herkunft der Waffe nicht punkten.
„...For We Are Many“ bedeutet für mich ein Statement, eine Drohung und eine Befürchtung zugleich, nämlich die, dass es unendlich viele dieser gesichtslosen durchschnittlichen Bands gibt, die auf dicke Hose machen und nur Erbsensuppe servieren, schmierig und klebrig melodischen Einheitsbrei zusammenpanschen, denen Vertonung echter Aggression abgeht und stattdessen hohle Phrasen, Image oder echte Dummheit walten lassen. Totgetriggerte fette Produktionen gereichen nicht schlechten - aber auch nicht begnadeten Musikern – eben nicht dazu, aus der Masse herauszuragen, wer hat die heutzutage nicht? Einzig die traditionellen Heavy Metal-Gitarren-Soli wissen in dieser armen Mischung aus Metalcore und Melo-Death zu Gefallen. Nö, das reicht nicht.
FAZIT: Belangloser melodischer Metalcore. ...For You Are Any.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.11.2010
Jeanne Sagan
Philip Labonte
Oliver Herbert, Mike Martin
Jason Costa
Prosthetic Records
40:43
15.10.2010