Auf dem Zweitling dieser norwegischen Kapelle gibt es technisch höchst versierten Black Metal zu hören, der sich mal nach neueren KEEP OF KALESSIN („Downfall“), meistens aber nach der letzten DIMMU BORGIR anhört. Dabei spielt das Keyboard glücklicherweise nur hin und wieder mal die Kitsch-Bombast-Karte („Orion“, „As Dragon´s Roam The Sky“) und hält sich ansonsten meist dezent im Hintergrund.
Die angesprochenen KEEP OF KALESSIN-Parallelen lassen sich wohl dadurch erklären, dass Oyvind Winther früher dort aktiv war.
In der ersten Hälfte von „Twilight Of The Apocalypse” schütteln sich ANTARES PREDATOR einige wirklich gute Songs aus den Ärmeln. Insbesondere das Tripple „Bbq Epilogue”, “Wastelands” und “As Dragons Roam The Sky” weiß durch pfeilschnelle, teils progressive Riffs, beeindruckende, aber trotzdem melodische Soli und eingängige Melodien zu gefallen. Auf dem gleichen Level agiert auch noch mein persönlicher Favorit „Mark 13“.
Leider halten die letzten Stücke dieses Niveau nicht ganz und trotz überschaubarer Spielzeit kommt gegen Ende doch ein wenig Langeweile auf.
FAZIT: Wer vom letzten KEEP OF KALLESSIN-Werk „Kollossus“ oder den unkitschigeren Songs von DIMMU BORGIR nicht genug bekommen kann, sollte „Twilight Of The Apocalypse“ sein Ohr leihen. Echte Begeisterungsstürme wird dieses Album aber vermutlich nicht hervorrufen. Dafür sind die eigenen Duftmarken zu schwach und die Anzahl der wirklich herausragenden Songs zu gering.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.01.2010
Mikal Svendsen
Jan Benkvitz (Session)
Oyvind Winther
Oyvind Winther
Steffan Schulze
Battlegod Productions
45:40
05.02.2010