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As I Lay Dying: The Powerless Rise

Stil: Metalcore

Cover: As I Lay Dying: The Powerless Rise

Drei Jahre nach "An Ocean Between Us" erscheint AS I LAY DYINGs fünftes Studioalbum "The Powerless Rise" im Mai 2010. Mitproduziert von KILLSWITCH ENGAGE-Gitarrist Adam Dutkiewicz bietet uns der Fünfer aus San Diego auf 44 Minuten elf tighte Songs aus dem Bereich des amerikanischen Metalcore. Leider liegen der Rezensionsscheibe keine Lyrics bei, so dass der textliche Anteil von AS I LAY DYINGs Musik nicht vollständig begutachtet werden kann, da Tim Lambesis growlige Leadparts nicht immer verständlich sind. Hier würde sich das gleichzeitige Mitlesen des Booklets anbieten.

Kommen wir zur Musik als solches: AS I LAY DYING beginnt die Platte mit einer kurzen Thrashgranate. "Beyond Our Suffering" hämmert aus den Boxen, tighte Gitarrenriffs begleiten die Schreie Tims und man fühlt sich sofort an SEPULTURA und SOULFLY erinnert. Auch KILLSWITCH ENGAGE kommen in den Sinn, jedoch ist das Lied weniger melodisch und eher Hardcore-lastig. Mit "Anodyne Sea" geht es weiter: Ein schneller getriebener Song mit eingespielten Doppel-Bass-Drums-Stakkatos, welcher sich zu den sauberen Gesangsparts von Josh Gilbert und den langsameren Bridgeparts von Nick Hipa hin aufbaut. Standard im amerikanischen Metalcore, aber ein sehr gut eingespielter Standard!

Mein persönlicher Reinhörtipp ist "The Plague" welches SLIPKNOT-ähnlich brutal gegrunzt anfängt ("This is the plague!") und schnell in einen Hardcore / Thrash-Song übergeht. Aufdrehen, genießen, die Mähne (sofern vorhanden) schütteln, gerne auch einen Moshpit starten, ansonsten sich einfach mal gehen lassen. Tight, hart und so wie ein Song sein sollte! Hier wird man nicht mit poppigen Sounds à la SAOSIN begrüßt und auch die Melodikanteile neuerer CALIBAN sind nicht zu finden. Auch bei "Vacancy" starten die Fünf aus San Diego mit einem Thrash-Anschlag durch und weisen darauf hin, dass jetzt die Zeit für eine ordentliche Tracht Prügel gekommen ist. Man ist Mann und steckt diese ein, bevor man sich bei "Parallels" etwas ausruhen darf. Das macht Spaß!

FAZIT: Die Platte wirkt wie aus einem Guss und beim ersten Durchlaufen erkennt man keine Schwachstellen. AS I LAY DYING spielen technisch guten Metalcore mit akzentuierter Brutalität, Aggressivität und Zurückhaltung. Es gibt keine innovativen Überraschungen, aber das braucht die Platte auch nicht. Hier bekommt man sehr guten Metalcore, Hardcore-lastig, Thrash-verehrend und immer wieder für eine Wall of Death geeignet! Das sind gute 11 Punkte wert, für mehr fehlt mir aber das gewisse Etwas, das die Platte von anderen Metalcore-Scheiben kontrastierter abheben lässt!

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.05.2010

Tracklist

  1. Beyond Our Suffering
  2. Anodyne Sea
  3. Without Conclusion
  4. Parallels
  5. The Plague
  6. Anger And Apathy
  7. Condemned
  8. Upside Down Kingdom
  9. Vacancy
  10. The Only Constant Is Change
  11. The Blinding Of False Light

Besetzung

  • Bass

    Josh Gilbert

  • Gesang

    Tim Lambesis, Josh Gilbert

  • Gitarre

    Phil Sgrosso, Nick Hipa

  • Schlagzeug

    Jordan Mancino

Sonstiges

  • Label

    Metal Blade Records

  • Spieldauer

    44:15

  • Erscheinungsdatum

    07.05.2010

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