Beim Anhören von “II” hab ich mir so ziemlich bei jedem Song nur eine bestimmte Band als Vergleich notiert: KYUSS.
ASTEROID orientieren sich in Hinblick auf Sound, Riffs, Knarz-Bass und Melodieführung sehr stark an den Wüsten-Rockern. Lediglich der Sänger (Robin Hirse) hört sich eher nach einer eine leicht verschnupfte Version von Jim Morrison als nach John Garcia an.
Die in der Bandbio angesprochenen starken 70er Einflüsse kann man durchaus bei einigen Songs heraushören, vor allem beim spacigen „River“, aber spätestens das nachfolgende „Lady“ klingt dann wieder nach…KYUSS.
Während das balladeske „Tower“ dann sogar ein leichtes URIAH HEEP-Flair versprüht, hab ich bei dem, von einem wirklich guten Riff getragenen „Fire“ dann aber wieder die hier bereits mehrfach genannten Urväter des Stoner Rock auf meinem Zettel stehen.
Aber lassen wir das, der Hauptkritikpunkt an „II“ ist wohl bereits mehr als deutlich geworden. Leider erreichen ASTEROID die kompositorische Klasse der Originale – wie eigentlich alle Kopien – dabei zu keinem Zeitpunkt.
Bleibt noch zu erwähnen, dass es an der technischen Darbietung der Herren Musiker sowie am passenden, druckvollen Sound wenig herumzumäkeln gibt.
FAZIT: Die Schweden von ASTEROID präsentieren sich auf ihrem 2. Album leider nur als eine gute KYUSS-Kopie. Die spärlichen 70er-Einflüsse machen diesen Vorwurf nicht wett. Da das große Vorbild der Band ja schon lange nicht mehr aktiv sind, könnte „II“ aber durchaus einige Liebhaber finden.
Mir reicht hingegen das Original.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.01.2010
Johannes Nilsson
Robin Hirse
Robin Hirse
Robin Hirse
Elvis Campbell
Fuzzoramarecords
44:47
22.01.2010