AUTUMNAL REAPER sind schon seit den Neunzigern im Geschäft. Die Band aus Holland hat sich mit dem ehemaligen Morbid-Angel- und Nocturnus-Mitglied Mike Browning ein semiprominentes Sessionkeyboard, beziehungsweise -Stimmchen geangelt.
Der tödliche Black Metal ist mit Hinblick aufs Adjektiv keinesfalls im Sinne von "effektiv" oder als inflationäres "killer" zu verstehen. Dazu ergehen AUTUMNAL REAPER sich zu sehr in undynamischen Kompositionsprinzipien, die jegliche Bewegung eindämmen und zudem ein ärmliches Melodieverständnis offenlegen. Riffs werden aufgewärmt, obwohl sie den Kenner bereits in den späten Neunzigern kalt ließen - und wenn dann wie angedeutet weder im Lead- noch Solobereich etwas geschieht, geht die Scheibe glatt am Ohr vorbei. Die Musiziergeschwindigkeit bleibt selbstredend zumeinst sehr hoch. Variation wird zur Mangelware.
Allein der Veteranenstatus rechtfertigt keine größere Aufmerksamkeit für AUTUMNAL REAPER; "Rise of the Raging Death" hätte zwischen den Glanztaten von Morbid Angel und Dissection - in etwa dazwischen darf man sie einordnen - auch schon keinen Menschen hinterm Ofen hervorgelockt.
FAZIT: Black-Death in einmal mehr redundantem Maße ohne Mehrwert spielen AUTUMNAL REAPER und können dabei weder durch jugendliche Frische noch erfahrene Spritzigkeit glänzen. Alleskäufermucke.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.01.2010
Royy Vermeulen
Royy Vermeulen, Mike Browning
Vince Wassink, Waltr Verschoor
Mike Browning
Joost Westdijk
Apollon Records
44:00
22.01.2010