Das Debütalbum einer noch unbekannten Band – DISFIGURED DEATH haben sich den Urgesteinen des Death Metal verschrieben und eifern wacker den Ergüssen von Chuck Schuldiner und seinen Mannen nach. Viele Jahre zu spät muss man leider sagen...
„Visions Of Death“ ist keineswegs ein schlechtes Album, aber alles andere als mit Innovation gesegnet. Mit fast kindlicher Hingabe leben sich die Jungspunde im Mark ihrer Idole aus – was dabei herauskommt, ist aber leider nur eine unbedeutende Kopie ohne eigenen Stempel. Ohne Feeling für die Musik, welche man versucht, aus dieser Epoche in die Neuzeit zu transferieren, kämpfen sich DISFIGURED DEAD durch zwölf Songs und nehmen so ziemlich jegliches Klischee von damals mit. 'Kennt man einen, kennt man alle.' lautet die Devise bei den Tracks und entsprechend schnell wird das Album zur Schnarchnummer. Bei aller Begeisterung für Old-School-, Retro-Bands und gut gemachte Plagiate – DISFIGURED DEAD bieten nichts, was die Welt heutzutage braucht.
FAZIT: Was unter dem Strich bleibt, ist ein ambitioniertes aber völlig austauschbares Album, das mit starkem Willen an die Anfangstage des Death Metal erinnern will. Die Band kann weder durch übermäßig musikalische Extravaganzen punkten, noch mit einem Fünkchen Eigenständigkeit die Masse an 08/15-Bands hinter sich lassen.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.03.2010
Ryan Kratzer
Kyle Kratzer, Evy Thompson
Dave Gruver
Kyle Kratzer
Hells Headbangers Records
50:52
01.03.2010