Auf hübsch aufgemachtem 7-Zoll-Vinyl präsentieren sich THE DRIFTWOOD FAIRYTALES und CRAPSTAR zum Split-Stelldichein.
THE DRIFTWOOD FAIRYTALES aus Berlin punkten mit melancholisch angehauchter Rockmusik irgendwo in der Schnittmenge aus gut gemachtem Alternative und unblödem College-Rock. Das klingt ein bisschen so, als würde KLIMT 1918 auf Punkrock gehen und doch wieder ganz anders. Wehmütig und schmissig mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „I’m sick of being sick of it all“ wird da gesungen. Punk war gestern? Schöne Sache!
<center><img src="/static/images/common/covers/2010/driftwood-fairytales-crapstar-both.jpg" alt="The Driftwood Fairytales/Crapstar" /></center>
Mit feist rockendem Melodie-Punk warten CRAPSTAR rund um den FRAU DOKTOR-Frontmann Üni auf. Ein bisschen speckig und deutlich rotziger als die Split-Kollegen gibt’s hier ein Drittel Wut und zwei Drittel Partylaune. „Oh My Darling“ ist der perfekte Rausschmeißer: Wütend zieht man hier MOTÖRHEAD die Metal-Wurzeln und zerrt die Chose durch den Punkrock-Reißwolf.
FAZIT: Erstes Lebenszeichen erfolgreich durch den Äther gejagt. THE DRIFTWOOD FAIRYTALES und CRAPSTAR gewinnen keine Originalitätspreise, machen aber dennoch Laune auf mehr. Schöne Sache.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.09.2010
Makke, Beni, Bruce, Jan (The Driftwood Fairytales), Üni, Rainer, Kaess, Andi (Crapstar)
Hectic Society Records
11:29
11.06.2010