Kaum ein Fleck auf Erden ist in der Musiklandschaft für vehementen, hochtechnischen Extremmetal ein solcher Qualitätsgarant wie Kanada. Bei Heftigcombos wie BENEATH THE MASSACRE, UNQUINTESSENCE, DESPISED ICON, ION DISSONANCE, GORGUTS, CRYPTOPSY und frühen KATAKLYSM bleibt einem ob deren schwindelerregender Technik, deren halsbrecherischer Breaks, deren höllischer Intensität, deren infernalischer Hysterie, deren psychotischer Anwandlungen, deren kompositorischen Wahnsinns, deren unglaublicher Brutalität und deren teilweise unfassbarer Geschwindigkeit regelmäßig die Spucke weg.
Die aus Montreal stammenden THE LAST FELONY sind mit ihrem zweiten Output keine Ausnahme und prügeln den Hörer mit ihrem tödlichen, eigenständigen „Oldschool meets Newschool-Death meets Black meets Deathcore“-Cocktail dermaßen windelweich, dass dieser glücklich, debil und breit grinst... mit den Zähnen, die noch von den vergangenen paarunddreißig Minuten der „Too Many Humans“-Attacke übrig geblieben sind. Welch ein Inferno.
Derbstes Gebretter, stockfinstere Melodien, zermalmende Grooves, alles verpackt in ein apokalyptisch-zerstörerisches Gesamtpaket ausgeklügelter Songs, die mit skalpellscharfer Präzision alles kurz und klein schnippeln – fertig ist „Too Many Humans“, das, so mein...
FAZIT: ..., wohl gleich nach BLOOD REVOLTs „Indoctrine“ eines der absoluten Knüppelhighlights des Jahres ist. Wow. Mehr gibt es dazu von meiner Seite nicht zu sagen. Manchmal braucht es halt nicht viel Text. Ich hätte das Review natürlich noch kürzer fassen können - aber hätte euch ein kurzes "Boah, alter Vater!" gereicht?
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.07.2010
Seb Painchaud
Joss Fredete
Dom Grimard, Felix Roberge
Vince Menard
Lifeforce Records
32:27
23.07.2010