Vier Jahre nachdem die Goth-Rocker aus der Lombardei mit „The Angel And The Rain“ beachtlich debütiert hatten, möchten THE LOVECRAVE mit „Soul Saliva“ ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern – was ihnen vermutlich auch gelingen wird:
Mit Sängerin Francesca Chiaras markanter Stimme beginnt der Opener „The Other You“, der mit einem netten Chorus aufwartet. „And Scream“, ein melodiöser und eingängiger Song, vermag das Niveau zu halten. Einen ersten Höhepunkt stellt das verträumte „Fade“ dar. Auch der darauf folgende fünfte Track namens „Get Outta Here“ zählt zu den besseren Stücken. Den Versuch, Michael Jacksons „Thriller“ mit Goth-Elementen zu versehen, muss man jedoch als gescheitert betrachten.
Im siebten Track liegt aber wieder eine Steigerung vor: die anfängliche Akustikpassage wird in einen melodischen Chorus übergeleitet. Starkes Lied! Es folgt das ruhigste Lied des Albums: „Leon’s Lullaby“ vermag durchaus eine nachdenkliche Atmosphäre zu erzeugen. Im Kontrast dazu geht’s in „Tru Blood“ gleich zu Beginn ziemlich heavy zur Sache. Veredelt wird der Song mit einem schnellen Gitarrensolo. Mit dem emotionalen „Outrider“ findet THE LOVECRAVEs neuester Output dann einen gelungenen Abschluss.
FAZIT: THE LOVECRAVE erfinden das Rad hier zwar nicht neu, aber haben mit „Soul Saliva“ dennoch ein solides Goth-Rock-Album geschaffen. Außerdem beweist Sängerin Chiara, dass Frauen den Rock/Metal-Sektor durchaus bereichern können – wobei Chiaras markante Stimme wahrscheinlich Geschmackssache ist.
<span style="font-style: italic;">Tobias Kohler</span>
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.06.2010
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45:33
14.05.2010