Black Metal kann ja richtig erheiternd sein. Die Behauptung, man habe dem Sound „Seele“ verleihen und sich von dem „klinischen“ Scheiß, der die Szene „vergiftet“, abheben wollen, ist angesichts des Klicker-Klacker-Schlagzeugs sogar noch der kleinere Lacher. Der eigentliche Schenkelklopfer ist nämlich die „profund religiöse, paramilitärische“ Message. Da Apollyon mit der Apokalypse zu tun hat, scheint der „Heilige Geist“ der Truppe tatsächlich der Massenmörder mit dem weißen Bart zu sein – wobei sich christliche „Wissenschaftler“ streiten, auf welcher Seite er denn nun stand. Ist aber auch egal. Diesen Christen-Schwachsinn ausgerechnet mittels bösen Black Metals zu transportieren, hat gerade in Zeiten vergewaltigender und prügelnder Diener Gottes schon was Realsatirisches. Die Musik ist weniger lustig: Black Metal aus der Grabbelkiste, spannungsfrei und ohne Wiedererkennungswert.
FAZIT: Braucht kein Mensch, Amen.
Punkte: 4/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.10.2010
Peter Benjamin
BST
BST, James McIlroy
Daniel Wilding
Listenable
39:41
26.04.2010