Fette Produktion. Geile Riffs. Fähiger Sänger. Durchdachte Songs mit Hand und Fuß. Eyecatcher als Cover. Alles bestens also? Tjaha, schön wäre das. Sind wir mal ehrlich und fallen gleich mit der Tür ins Haus: Wer, bitte wer zum Henker braucht bitteschön eine Band, die auch auf ihrem sechsten Album wie ein Bastard aus 1:1-Kopien von PANTERA, mittelfrühen METALLICA und MACHINE HEAD, diesmal stilistisch etwas verschoben, angereichert mit etwas metallischem Alternative, herunterrödelt, zu welchem ein Möchtegern-Robb Flynn/Phil Anselmo ins Mikrofon klonbrüllt? Was soll das?
Wenn dann noch solche Töne gespuckt werden wie – Achtung, Zitat aus dem Beipackzettel: <i>“Their targets? The vacuous mainstream, the fashionable phonieis in the 'scene', and the wannabe tough guys who hop just as eagerly from trend to trend while swearing their supposed loyalty to 'keeping it real'.“</i>...
(Pause. Muss man erst mal wirken lassen. Lachanfall folgt.)
Ha, ha! Der war gut.
(Noch eine Pause. Amusement schlägt in Wut um. Zorn kräuselt die Augenbrauen zu einer Buckellandschaft.)
...dann fällt man komplett vom Glauben ab. Dreister kann man als Band nicht von seinen Inspiratoren abkupfern, glattgeleckter und angepasster als auf „Deathless“ können genreähnliche Kompositionen kaum sein. Mehr Selbstüberschätzung und Sichselbstbelügen geht fast nicht mehr – dagegen strotzt selbst ein Joey DeMaio noch vor Bescheidenheit.
FAZIT: In technischer Hinsicht und vom professionellen Aspekt her kann man THROWDOWN auch auf ihrem das halbe Dutzend komplettierenden Pamphlet nichts vorwerfen. Doch zu „Deathless“ fallen mir bestenfalls folgende Fetzen ein: Von der Stange, nichtssagender Standardkram, uninspiriert, Reißbrett, nach Anerkennung hechelnd, Zeitverschwendung. Davon gibt es im ach so bösen Mainstream, den THROWDOWN ja so sehr verachten, schon genug. Wieso beschimpft sich die Band dann selbst?
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.02.2010
Mark Mitchell
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Jarrod Alexander
Nuclear Blast
55:19
08.01.2010