Da wird aber ganz schön krampfhaft versucht, Tomasz „Titus“ Pukacki, seines Zeichens Sänger und Bassist der legendären ACID DRINKERS, zum „polnischen Lemmy Kilmister“ zu küren. Auch wenn die hier dargebotene Musik hier und dort gerne mal etwas motörkopfig daher kommt, ist ein solcher Vergleich natürlich Mumpitz.
Neben MOTÖRHEAD haben auch punkige IRON MAIDEN, gradlinigere BLACK SABBATH und zahlreiche andere NwoBHM-Vertreter Spuren in Titus' Songwriting hinterlassen, aber mehr als ein Aufwärmen der alten Schule ist „La Peneratica Svavolya“ kaum – lediglich die gelegentlich eingesetzte Maultrommel, kauzige Parts wie das Ende von „The Awakening“ oder arschtretende Songs wie „Scarass“ offenbaren das Potenzial, das eigentlich in diesem Musiker steckt. Auf Albumdistanz bleibt dies allerdings zu häufig verborgen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Gunn mit seinem Akzent, kombiniert mit pseudoamerikanischer Phonetik, aufgesetzter Phrasierung und stimmlichen Limitationen, nicht gerade wie gemacht für diese Aufgabe ist, die er sich da auferlegt hat.
FAZIT: Er hat's gut gemeint, der Tommy, aber einen Gefallen hat er sich mit diesem Solodebüt nicht getan.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.04.2010
Titus
Titus
Lemmy
Viking
Mystic Production
42:07
19.04.2010