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Tom Petty And The Heartbreakers: Mojo

Stil: Blues Rock/Southern Rock

Cover: Tom Petty And The Heartbreakers: Mojo

TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS – das ist auch so ein Original, das gefühlsmäßig schon seit ewigen Zeiten im Musikbusiness aktiv ist. Schon seit 1975 mischen die Amis im Rockgeschäft mit, und auch wenn die Release-Abstände mit der Zeit deutlich größer wurden, waren sie nie wirklich weg vom Fenster.
Das neue Werk heißt "Mojo". Wie dieser Begriff, der eigentlich einen Talisman in der Voodoo-Religion und -Kultur umschreibt, den Weg in die Musik fand, entzieht sich meiner Kenntnis. Er wird aber regelmäßig mit Blues in Verbindung gebracht. Und so kann man sich auch ein wenig vorstellen, wohin die musikalische Reise auf diesem Werk geht.

Ich will damit nicht andeuten, dass TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS sich von der Rockmusik entfernen. Doch bringen sie auch weitaus mehr bluesige Einflüsse unter, als man noch bei den vorherigen Alben vernehmen durfte. Viele der Songs leben sowohl von der emotionalen Note des Blues, wie auch von den energetischen Riffs, die eine deutliche Nähe zum Southern Rock aufweisen.
Für Freunde eines intensiven Blues Rock haben Mr. Petty & Co. hier einige wirklich heiße Eisen im Feuer. "Running Man's Bible", das leichtfüßige "The Trip To Pirate's Cove", das eingängig-groovige "Candy", das sehr gefühlvolle "No Reason To Cry", das energetische "I Should Have Known It", die chilligen "Let Yourself Go" und "Lover's Touch" sowie "Something Good Coming" mit seinem Singer/Songwriter-Feeling haben sich zweifelsohne ein Antesten verdient. Wem allerdings mehr die poppigeren Ausflüge aus den 90ern gefallen haben, sollte "Mojo" mit Vorsicht genießen. So bluesig haben sich TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS schon lange nicht mehr gegeben.

FAZIT: TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS liefern mit "Mojo" ein konsequentes Blues-Rock-Album ab, das zwar keine ultimativen Hits ans Tageslicht bringt, aber auch keine schwachen Songs aufweist. Insgesamt wird kompositorisch ein gutes Level gehalten. Genre-Fans können zugreifen!

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.06.2010

Tracklist

  1. Jefferson Jericho Blues
  2. First Flash Of Freedom
  3. Running Man's Bible
  4. The Trip To Pirate's Cove
  5. Candy
  6. No Reason To Cry
  7. I Should Have Known It
  8. U.S. 41
  9. Takin' My Time
  10. Let Yourself Go
  11. Don't Pull Me Over
  12. Lover's Touch
  13. High In The Morning
  14. Something Good Coming
  15. Good Enough

Besetzung

  • Bass

    Ron Blair

  • Gesang

    Tom Petty

  • Gitarre

    Mike Campbell, Tom Petty, Scott Thurston

  • Keys

    Benmont Tench

  • Schlagzeug

    Steve Ferrone

  • Sonstiges

    Scott Thurston (Harmonika)

Sonstiges

  • Label

    Reprise Records/ Warner Music

  • Spieldauer

    64:58

  • Erscheinungsdatum

    11.06.2010

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