Die Süd-Kalifornier von TRAPT widmen sich auf ihrem bereits vierten Album einer derzeit äußerst Radio-tauglichen Mischung irgendwo zwischen rockigeren PAPA ROACH, NICKELBACK und 3 DOORS DOWN. Das tun sie mal mit mehr („Sound Off“, „Overloaded“) und mal mit weniger Schmackes („Drama Queen“, „No Apologies“, „Are You With Me“), wirklich weh tun sie aber mit beiden Varianten niemandem. Die Songs verfügen beinah durchweg über mehrheitsfähige Melodien und die gefällige Stimme von Chris Taylor Brown rockt zwar nicht wirklich, vertreibt dafür aber garantiert keine amerikanischen Hausfrauen vom Radio. Wenn man über diese offenkundige Mainstream-Orientierung hinweg sieht, kann man mit diesem Album durchaus Spaß haben und mit „End Of The Rope“ findet sich sogar ein echter Klasse-Song mit Langzeit-Ohrwurm-Refrain auf „No Apologies“. Mit zunehmender Spieldauer mindern allerdings die Ähnlichkeiten im Song-Aufbau und der Melodieführung bei den zahlreichen Semi-balladesken Beiträge wie „The Wind“ etwas den Hörspaß. Und der Refrain von „Get Up“ ist mir dann doch etwas zu sehr auf Mitsing-Kompatibilität getrimmt.
Das Ganze klingt sehr perfekt und auf Hochglanz poliert, was aber natürlich der musikalischen Intention entspricht.
FAZIT: Wer gut gemachtem, modernen, amerikanischen Radio-Rock mit durchweg gelungen Songs etwas abgewinnen kann, müsste an „No Apollogies“ eigentlich Freude finden.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.12.2010
Pete Charell
Chris Taylor Brown
Robb Torres, Chris Taylor Brown
Aaron 'Monty' Montgomery
Eleven Seven Music / EMI
41:11
19.11.2010