Nach dem gelungenen Debüt „Eparistera Daimones“ legen TRIPTYKON nach – „Shatter“ heißt das Kind beim Namen und bietet zwei neue Songs, ein Instrumental und zwei Live Tracks von Celtic Frost-Klassikern, die beim diesjährigen Roadburn Festival mitgeschnitten wurden.
Die beiden neuen Songs scheinen Überbleibsel der Album-Aufnahmesession zu sein, die es nicht auf die Platte geschafft haben. Insgesamt nicht schlecht, aber für Bandverhältnisse doch eher mittelmäßig, überzeugen 'Shatter' und 'I Am The Twilight' nur im Ansatz. Das übriggebliebene Futter hätte man lieber irgendwo als Bonus verbraten, als hier damit noch den Grundstein für eine EP aus dem Boden zu stampfen. Mit 'Crucifixus' gibt es dann noch ein Instrumental, dessen Sinn sich mir auf dieser EP bisher nicht ergründet hat.
Die beiden Live Tracks sind nett – vor allem die Vocals von Nocturno Culto auf 'Dethroned Emperor' haben echt was. Warum man diese Klassiker, die inzwischen jeder tausendfach im Original und von zig Coverbands gehört hat, nochmals unter dem Triptykon-Banner auf Plastik bannen musste, ist mir ein Rätsel.
FAZIT: Was bleibt, ist ein knapp halbstündiger Bissen, dessen Inhalt kaum seine Existenz rechtfertigt. Dargeboten wird mittelmäßiger bis überflüssiger Stoff, auf den man als Besitzer des Albums „Eparistera Daimones“ getrost verzichten kann.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.09.2010
Vanja Slajh
Thomas Gabriel Fischer, V. Santura
Thomas Gabriel Fischer, V. Santura
Norman Lonhard
Century Media
27:43
25.10.2010