Ván Records schicken hier mit TRUPPENSTURM eine seltsame Band ins Rennen. Neben dem nur wenig lustigen Bandnamen besticht die Truppe eher mit schweren undurchdringlichen Gitarrenwänden, wie man es eher aus dem Hause Nuclear War Now & Co gewohnt ist. Musikalisch legt die Band jedenfalls ein kompromissloses Brett, das irgendwo in derzeit stark angesagten War-Black-Metal-Gefilden angesiedelt ist.
Die ersten Hördurchläufe des Albums gestalten sich recht schwierig, da sich TRUPPENSTURM hier ein wirklich infernalisches Klanggewand zugelegt haben: der Sound ist brachial aber verdammt dumpf, die Klampfen sind derart runtergestimmt, dass man nur schwer Riffstrukturen ausmachen kann. Lässt man sich allerdings auf den Sound der Band ein und gibt der Scheibe ein paar mehr Rotationen, umso anziehender wirkt das Gesamtbild: die Kompromisslosigkeit, welche in den Songs steckt, ist sehr intensiv. Und so lichtet sich das Dunkel langsam, sodass man Stück für Stück auch die Kompositionen fassen ein Konzept des Albums nachvollziehen kann.
Mag sein, dass die Band es an Extremen ein wenig übertreibt, aber wahrscheinlich ist es genau das, was sie auszeichnet. Das Album ist düster und voller Wut. Eine entfesselte Urgewalt, für die TRUPPENSTURM das perfekte Klangbild erschaffen haben.
FAZIT: „Salute To The Iron Emperors“ ist nichts für schwache Nerven oder Leute, die auf ein Hörerlebnis in gehobener Soundqualität schwören. TRUPPENSTURM haben hier das wohl seit Langem schwärzeste, räudigste und kompromissloseste Album im Black Metal-Bereich abgeliefert. Hier liegen Welten zwischen den Attributen 'black' und 'black'. Jeder, der es nicht glaubt, sollte sich dieses Album anhören und danach erkennen, dass TRUPPENSTURM ihre Musik direkt aus der Hölle mitgebracht haben...
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.07.2010
Vangard von Rimburg
Vangard von Rimburg
Vangard von Rimburg
Vangard von Rimburg
Ván Records
34:47
31.05.2010