Es benötigte ganze sechs Jahre, bis die 2002 in Jacksonville/Florida gegründeten ALLELE nun mit dem 2005er Nachfolger zu „Point Of Origin“ nachrückten, und ehrlich gesagt muss man sich fragen, ob sich das Warten wirklich gelohnt hat. Denn Schulterzucken bleibt die einzige choreographisch korrekte Bewegung, die man zu diesem Album vornehmen kann.
Im Grunde bietet „Next To Parallel“ nämlich recht gängigen, amerikanischen Alternative Rock, den BREAKING BENJAMIN, NICKELBACK, ALTER BRIDGE, CREED und SEETHER bereits mehrfach in aufregenderer Form auf den Markt gebracht haben. Dabei beginnt der Opener „Let It Go“ wenigstens noch etwas ALICE IN CHAINS-huldigend, und so könnte man sich immerhin auf etwas seltener hergestelltes Klonfutter freuen.
Aber schon wenige Sekunden nach dem Eingangspart dominiert Hochglanz-„Grunge“, geschrieben für die TY-Mysteryserien-Klientel, die zur „werberelevanten Zielgruppe“ zählt und Bands wie PEARL JAM und SOUNDGARDEN bestenfalls noch vom Namen kennt.
FAZIT: „Next To Parallel“ bietet Alternative Rock, der seiner eigentlichen Bedeutung völlig widerspricht, denn wie ALLELE ihn darbieten, ist er alles, nur keine Alternative zum Einerlei.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.11.2011
Wally Wood, Kelly Hayes, Tim Tobin, Mason Romaine, Nathan Grimes
Goomba Music
47:26
27.09.2011