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Amplifire: Achtung Panzer

Stil: Heavy Metal

Cover: Amplifire: Achtung Panzer

Heavy Metal aus Karlsruhe, so präsentieren sich AMPLIFIRE rundheraus. Der Rezensent würde ihnen zudem eine Vorliebe für Kriegsthemen andichten. Gähn …

Okay, mit SABATON und ähnlichem Pomp-Rotz haben die drei Herren nichts zu tun. Stattdessen regiert die Teutonenkeule, nachzuhören gleich im eröffnenden „Almighty Assault Gun of Death“ (autsch!) mit zu lange wiederholtem Refrain und charmanten Schlachtgeräuschen im Hintergrund. Das Solo klingt leidlich inspiriert, die Musik weiterhin wahlweise nach ACCEPT- („Cross Of Iron“) oder GRAVE-DIGGER-Ausschuss („Marching On“). Mit „Bring Me the Head of Alfredo Garcia“ erweisen sich AMPLIFIRE als Filmfans, musikalisch vor allem jedoch als relativ einseitige Veranstaltung. Selten müsste man nach einer Minute weiter zuhören, denn sind die Koordinaten (Riff, gewollt markiger Gesang, stoische bis energische Rhythmik) erst einmal abgesteckt, geschieht wenig mehr.

Das etwas bedächtiger aufgebaute „The Day of the Jackal“ stellt eine angenehme Ausnahme dar und klingt im Gitarrenbereich obendrein inspirierter, wohingegen „Walther P5“ einen Ritt in thrashigere Gefilde darstellt, der nicht einmal gewollt klingt, selbst wenn Fronter Björn stimmlich arg limitiert ist. Wieso mit „Evil Tank Machine“ (in etwa RAGE-B-Seiten-Niveau) das beste Stück am Ende steht und als Bonus verzeichnet ist, weiß nur Kriegsgott Mars.

FAZIT: AMPLIFIRE spielen Teutonen-Metal, der nur selten mitreißt. Die Songs sind stimmig, aber vorhersehbar, knallen kräftig und bedienen sich einheitlicher Muster, sowohl musikalisch als auch thematisch. Um Label-Interesse zu wecken, muss mehr drin sein.

Punkte: 7/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.12.2011

Tracklist

  1. Almighty Assault Gun of Death
  2. Marching On
  3. The Lambent Flame
  4. Bring Me the Head of Alfredo Garcia
  5. Cross of Iron
  6. The Day of the Jackal
  7. Bird of Prey
  8. Walther P5
  9. Evil Tank Machine

Besetzung

  • Bass

    Björn Walter

  • Gesang

    Björn Walter

  • Gitarre

    Stefan Kunz

  • Schlagzeug

    Dirk Schlachter

Sonstiges

  • Label

    Eigenvertrieb

  • Spieldauer

    40:40

  • Erscheinungsdatum

    25.11.2011

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