Nach 16 Jahren Bandgeschichte und acht vollen Studioalben bringen DIE APOKALYPTISCHEN REITER nun ein Best Of unter die Leute. Und alle Studioalben werden berücksichtigt, vom '97er Debüt „Soft And Stronger“ („Metal will never die“), über das großartige „Have A Nice Trip“ („We Will Never Die“, „Du kleiner Wicht“, „Das Paradies“ und „Komm“) bis hin zur diesjährigen Veröffentlichung „Moral & Wahnsinn“ („Die Boten“ und „Wir reiten“). Von „Samurai“ hat es nur „Die Sonne scheint“ auf die Zusammenstellung geschafft, was schade ist, ebenso wie „Allegro Barbaro“, wobei „The Fire“ hier definitiv die beste Wahl des Albums war. Dass auch das Debüt nur mit einem Song vertreten ist, wird vielen Fans der älteren Alben ein bisschen sauer aufstoßen. Allerdings ist natürlich ein „Best Of“ für jeden Hörer anders definiert. Besonderen Schwerpunkt erhalten „Licht“, „Riders Of The Storm“ und „Have A Nice Trip“ mit jeweils vier Songs. Und da gerade diese Alben meine Favoriten der Band darstellen, haben die REITER hier voll ins Schwarze getroffen.
Ordentlich durchgeschüttelt bietet „The Greatest Of The Best“ einen Überblick über die vielen Veränderungen, die die REITER durchgemacht haben, von den Death-lastigen Anfängen bis hin zu Einsatz von Zither, elektronischen Elementen und reinem Klargesang. Coverversionen wurden glücklicherweise vernachlässigt, ansonsten findet sich die komplette Bandbreite des musikalischen Schaffens auf der Scheibe. Wie eingangs schon gesagt, für jeden ist ein „Best Of“ anders definiert. Was gibt es also zu sagen bei einem Album, das sich aus verschiedenen vergangenen Alben Songs herauspickt? Dafür gibt es das…
FAZIT: Für mich eine gute Auswahl und bunte Mischung aus der Welt der REITER. Allerdings findet sich auf der CD ausschließlich Material, welches auch auf den regulären Studioalben zu finden ist. Besonders geeignet, um Menschen, die die Band nicht kennen, einen Einblick zu geben; eine vollständige Diskographie zu besitzen oder einfach komprimiert unterschiedliche Stadien der Band gepresst zu haben. Und über eine Stunde REITER, ohne die CD wechseln zu müssen, hat schließlich auch was für sich.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.11.2011
Volkmar Weber
Daniel Täumel
Adrian Vogel
Mark Szakul
Georg Lenhardt
Nuclear Blast
71:10
18.11.2011