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Die Dorks: Servus, Gruezi und K.O.

Stil: Deutschpunk

Cover: Die Dorks: Servus, Gruezi und K.O.

Deutschpunk ist - vorsichtig ausgedrückt - nicht unbedingt eine Musikrichtung, die das Attribut anspruchsvoll beansprucht. Das gilt nicht nur für die Inhalte, sondern auch für das musikalische Können, das den Protagonisten abverlangt wird. Ein paar schrammelige Akkorde, einfaches Drumming, ein bisschen Rumgebrülle, mehr braucht es eigentlich nicht. Und zumindest das Zusammenspiel sollte halbwegs gut funktionieren. Was aber, wenn all das nicht der Fall ist, eine Band trotzdem ein Album veröffentlicht? Womit wir bei DIE DORKS wären.

Diese Band aus Bayern ist wirklich ein kleines Phänomen, denn so miserabel hat man selten eine Band durch die Songs stümpern gehört. Die musikalischen Fähigkeiten dieses Vierers mit Frontfrau sind wirklich arg begrenzt und auf ein vernünftiges Zusammenspiel verzichtet man weitestgehend. Was die Band sich hier zusammenstolpert ist teilweise wirklich erschreckend und so dilettantisch, dass es fast schon wieder lustig ist. Besonders amüsant ist dabei der Gesang von Lizal, denn durch das der bayrischen Herkunft geschuldete rollende "r" ist ihr rotziges Organ wirklich lustig anzuhören. Für ihre Texte gilt das wiederum nicht.

Provokant möchte man gerne sein, flach und mitunter peinlich trifft es da schon besser. Belanglose Sauftexte, ein bisschen Sozialkritik und ein hohes Maß an aufgesetztem Asozialismus sind alles andere als provokant. Ekelig wird es gar in "Punker stinken gut", auf Textbeispiele wird hier sicherheitshalber verzichtet. Und ob LUCILECTRIC die Verunstaltung ihres Hits "Mädchen" bei "Weil ich 'n Assi bin" wirklich lustig finden, ist auch anzuzweifeln - schwer vorstellbar, dass es hier die Zustimmung zum Cover mit verändertem Text gegeben hat.

FAZIT: Die Punktevergabe fällt hier schwer, aber weil DIE DORKS auf ihre ganz eigene Art und Weise ein bisschen lustig und somit auch ein bisschen charmant sind, dürfen sie sich über gnädige vier Zählerchen freuen. Wobei eins bis drei hier auch angebracht wären.

Punkte: 4/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.06.2011

Tracklist

  1. Servus, gruezi und K.O.
  2. Schließmuskel
  3. Pils oder Korn
  4. Zivibullentango
  5. Keine Sorge Volxfürsorge
  6. Punker stinken gut
  7. Weil ich 'n Assi bin
  8. Plauze
  9. Fäkalparanoia
  10. Alltag raus, Kneipe rein
  11. Kein Scheck, kein Status, kein System
  12. Alfred
  13. Kalle steht auf Pralle
  14. Xaver

Besetzung

  • Bass

    Chris

  • Gesang

    Lizal

  • Gitarre

    P-Assi, Lizal

  • Schlagzeug

    Bons

Sonstiges

  • Label

    SN-Punx / New Music

  • Spieldauer

    26:61

  • Erscheinungsdatum

    21.05.2011

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