Nur von Cello, Klavier, Kontrabass flankiert, wird auf „Diem supremum obire“ (lat.: „den Tod erleiden“) von Sänger Gwydion, gelegentlich gemeinsam mit Gastsängerin Tysia, eigene und fremde Lyrik in darkwavig-neoklassische Gewänder gehüllt.
An sich eine aufregende Sache, doch DIODATI bieten ihre Werke oftmals unangenehm geschwollen und aufgesetzt dar, was ihnen nach außen hin ein etwas selbstherrliches Wesen beschert. Schade, denn das erweiterte Trio agiert nicht stumpf nach Schwarzkittelkodex: „(Der Tod einer Liebe) Taim sínte“ oder „(Der Tod eines Glaubens) Hinnen fuor der sun ze helle“) dienen als Argument für diese These.
Leider macht sich die Band vieles selbst kaputt – vieles hat schlichtweg den Anschein von „zu viel“, und das verleiht dem eigentlich höchst anspruchsvollen zweiten DIODATI-Album eine Comichaftigkeit, die letztendlich anstrengt.
FAZIT: Es mag sich noch so abgedroschen lesen, doch... weniger ist manchmal eben doch mehr.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.11.2011
Elias (Kontrabass, Klavier), Gwydion (Gesang, Texte), May Svyati Sellmeier (Cello) und Gäste: AjNa (Klavier), Tysia (Gesang), Marcus Testory, Christian von Aster (Rezitation)
Körperschall Records
60:20
14.10.2011