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Downfire: Damnation

Stil: Modern Power Metal

Cover: Downfire: Damnation

Die vierköpfigen DOWNFIRE aus New York stehen im Grunde - zumindest was den Bekanntheitsgrad betrifft - noch am Karriereanfang, legen mit "Damnation" aber bereits ihr zweites Album vor; der Erstling "Redemption" erschien 2006. Auch vier Jahre später agiert die Band zumindest wirtschaftlich noch auf Do-It-Yourself-Basis, was aber rein gar nichts über ihre Musik aussagt, die ganz klar auf Profiniveau stattfindet.

Das Quartett, deren Mitglieder vom Namen her größtenteils südamerikanische Wurzeln haben dürften, war kürzlich erst im Vorprogramm von Ex-Metal-Church-Sänger RONNY MUNROE auf Tour. Und gerade zu Beginn ihres selbstveröffentlichten Rundlings (der sowohl bei CDBaby, als auch auf Portalen wie iTunes oder Digmetalworld als Download erhältlich ist) und mit Songs wie "Scream" oder "Inner Demon" sind sie tatsächlich gar nicht so weit weg von den jüngeren Scheiben von dessen Ex-Band. Insgesamt erweisen sich DOWNFIRE dann aber doch um einiges moderner als die verblichene Power-Metal-Legende.

So findet sich schon mal kurz etwas von MACHINE HEAD im Sound der Gitarren ("Inner Demon"), noch mehr DISTURBED beim Gesang ("The Way"), erst recht aber Modern Metal der Marke GODSMACK, inklusive den dort üblichen METALLICA-Spuren. Knackig eingängige Nummern im ambitionierten Hochglanzsound wie der Titelsong und größte Hit der Scheibe, "LDK" oder "Collide" machen dies nur allzu deutlich. Dass das Songwriting dabei schon mal recht übersichtlich ausgefallen ist - etwa wenn bei "Scream" oder "Collide" der Refrain zu aufdringlich ausfällt - wird zugunsten einer möglichst hohen Griffigkeit der Songs wohl ebenso bewusst von der Band in Kauf genommen, wie ein noch weiteres Annähern an das Mainstream-Radio bei einem Nu-Rocker wie "Last Days".

FAZIT: Die Grundsubstanz stimmt zweifellos, denn "Damnation" ist ein kurzweiliges (wenn auch mit 30 Minuten Spielzeit tatsächlich ein wenig zu kurz geratenes) Stück moderner Heavy- und Power Metal, das die Position von DOWNFIRE speziell im US-Markt um einiges verbessern dürfte - wenn man ihnen denn eine Chance gibt (letztlich brauchen sie wie üblich aber wohl vor allem Glück). Dass man mit dieser Musik nah am Zeitgeist auch in der alten Welt auf offene Ohren stoßen kann, versteht sich da von selbst.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.02.2011

Tracklist

  1. Scream
  2. Inner Demon
  3. The Way
  4. Damnation
  5. LDK
  6. Collide
  7. Last Days
  8. Never Ending

Besetzung

  • Bass

    Ronnie Buckner

  • Gesang

    David Diaz

  • Gitarre

    Carlos Vega, David Diaz

  • Schlagzeug

    Ignacio Orellana

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    30:54

  • Erscheinungsdatum

    01.05.2010

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