Das zweite Album der Band um den ehemaligen SENTENCED-Drummer Vesa Ranta bietet gediegenen Gothic-Metal, der wahlweise nach PARADISE LOST, KATATONIA oder anderen Szene-Größen klingt, aber nicht mit wirklich neuen Ideen aufwarten kann. Zudem leidet Sänger Tuomas Tuominen vor allem bei den getragenen Passagen mit etwas zuviel Pathos-Vibrato und zerstört damit jeden echten Tiefgang.
Hinzu kommt ein sehr stereotyper Songaufbau. Nach ruhigem Beginn münden sämtliche Beiträge in ein härteres Grundriff, versehen mit sich stark ähnelnden Gesangs-Melodien. Die Keyboards sind sicher kompetent gespielt, muten aber zuweilen äußerst dünn an. In dieser Hinsicht teilen sie eine Gemeinsamkeit mit den Drums, die bei vielen Übergängen ebenfalls zu wenig Druck entwickeln und nach preisgünstiger Elektronik klingen.
FAZIT: „Harvest“ enthält durchaus soliden Gothic-Metal, der aber in der Summe gegenüber den Genre-Vorreitern qualitativ klar abfällt. Das Album ist somit nur echten Genre-Aficionados zu empfehlen.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.11.2011
Mikko Uusimaa
Tuomas Tuominen
Janne Markus
Heidi Määttä
Vesa Ranta
Century Media (EMI)
53:38
25.11.2011