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The Vladimirs: The Late Hours

Stil: Horrorpunk

Cover: The Vladimirs: The Late Hours

„Horrorpunk-Metal since 1995“ verkünden die Amis aus Cincinnati mit dem etwas seltsamen Namen THE VLADIMIRS auf ihrer Web-Seite. „Aha, kennst eine, kennst alle“, geht es einem unwillkürlich durch den Kopf, aber die VLADIMIRS lassen auf Veröffentlichung Nummer 8 nichts anbrennen und heben sich zumindest in Nuancen aus dem Einheitsbrei ab, dessen Ur-Rezeptur mal von den MISFITS gekocht wurde.

Es ist klar, die Zutaten düstere Melodien, simple Strukturen und Gesang zwischen Elvis und Danzig sind bei allen Horrorpunk-Bands vorhanden, sonst wären sie ja keine. Was den VLADIMIRS aber speziell fehlt, ist die übliche Kriegsbemalung inklusiv bekloppter Frisuren, hier wird mehr Wert auf Musik als auf Image gelegt. THE VLADIMIRS sind im Vergleich zu den üblichen Verdächtigen wie SAMHAIN, THE OTHER oder THE DEEP EYNDE aber weniger poppig, sondern schreiben Punk und Metal noch etwas größer. Und so gefällt hier vor allem, dass die Songs in recht rohem Sound vorgetragen werden, die Gitarren manchmal sogar ordentlich metallisch schreddern und die Drums nicht zu steril sind. Der Gesang steht prägend im Vordergrund und klingt nicht zu theatralisch, phasenweise wird sogar mal richtig gebrüllt, die klassischen Oho-Gang-Gesänge dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Und nachdem „The Late Hours“ doch schon diverse Durchläufe hinter sich hat, wächst die Scheibe kontinuierlich, wobei vor allen zwei Songs eindeutig hervorstechen und echte Hits sind. Zum einen wäre das „City Of The Living Dead“, das einfach einen begnadet simplen Ohrwurm-Refrain hat und einen Horrorpunk-Song an der Grenze zur Perfektion darstellt, zum anderen das fast viertelstündige „The Late Hours“, das depressiv-balladesk beginnt, bevor der Song über ein gefühlvolles Gitarren-Solo doch noch Fahrt aufnimmt und den klaren Höhepunkt des Albums darstellt.

FAZIT: Mit der Bezeichnung Horrorpunk stecken THE VLADIMIRS selbst ihr Spielfeld eng ab, bewegen sich darauf aber überraschend abwechslungsreich und roh. Ganz klar eine der besseren Bands dieses Genres. Daumen hoch.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.11.2011

Tracklist

  1. Zombie Eyed Youth
  2. Quiet Room
  3. City Of The Living Dead
  4. Blind Love
  5. Synthetic Happiness
  6. You’re Not Who You Think You Are
  7. New Flesh
  8. Where To Run
  9. Instrumental
  10. Missing Time
  11. The Late Hours

Besetzung

  • Bass

    Crank

  • Gesang

    Marquis Thomas, Brian Day, Crank, Ash Thomas

  • Gitarre

    Marquis Thomas, Brian Day

  • Schlagzeug

    Ash Thomas

Sonstiges

  • Label

    Hells Headbangers

  • Spieldauer

    54:00

  • Erscheinungsdatum

    08.11.2011

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