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Tombs: Path Of Totality

Stil: Dark Postneurotic Blackness

Cover: Tombs: Path Of Totality

„Winter Hours“, das Vorgängeralbum des vorliegenden Neuwerks, war ja schon ein zappendusterer, stockfinsterer, intensiver Brocken der Sonderklasse, und es war schwer vorstellbar, dass das Brooklyn-Trio TOMBS da noch einen drauf setzen könnte. Doch reden wir nicht lange um den heißen Brei: „Path Of Totality“ toppt die 2009er Scheibe in sämtlichen Belangen.

Das early-ISIS-, NEUROSIS-, BORIS- und TODAY IS THE DAY-artige Krafttraining wird mit noch mehr Pumpkilogramm absolviert, die EXPLOSIONS IN THE SKY-igen und MOGWAI-esken Schönklanggemälde sind noch überwältigender, und der schwarzmetallische Eissturm ist noch ungestümer, kälter, zerstörerischer und beißender. Das Rezept ist also unverändert, nur die Zutaten sind noch besser, noch gehaltvoller, noch aromatischer und noch reichhaltiger vorhanden.

Auch die John Congleton-Produktion ist für „Path Of Totality“ perfekt. Die Natürlichkeit ist nach wie vor da, nur tönt alles deutlich transparenter und, und speziell die Power-Passagen pressen noch fieser und kraftvoller die Luft aus des Hörers Lungen. Steigerungen also, wo man auch hin hört. Und auch wenn dieses Review wirkt wie ein „Jetzt mit noch mehr von allem!“-Werbespot, so muss man konstatieren: Es ist einfach so.

FAZIT: TOMBS legen mit Album drei eines der besten Düsterkrach-Alben vor, ganz ohne Pathos, Bombast, Kitsch oder Schminke, sondern nüchtern, mit Dreck, Schweiß und der Rauheit einer frisch asphaltierten Straße, auf der man bei 40°C in der prallen Sonne entlang geschleift wird. Nackt und mit Gesicht auf dem Boden.

Punkte: 13/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.06.2011

Tracklist

  1. Black Hole Of Summer
  2. To Cross The Land
  3. Constellations
  4. Bloodletters
  5. Path Of Totality
  6. Vermillion
  7. Passageways
  8. Silent World
  9. Cold Dark Exes
  10. Black Heaven
  11. Red Shadows
  12. Angel Of Destruction

Besetzung

  • Bass

    Carson Daniel James

  • Gesang

    Mike Hill

  • Gitarre

    Mike Hill

  • Schlagzeug

    Andrew Hernandez

Sonstiges

  • Label

    Relapse Records

  • Spieldauer

    59:06

  • Erscheinungsdatum

    07.06.2011

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