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Touch The Spider: Dead@Last

Stil: Doom Rock

Cover: Touch The Spider: Dead@Last

Oh je, was habt ihr Männer denn mit dem Sound gemacht? Knorrigkeit in allen Ehren, aber diesmal klingen TOUCH THE SPIDER leider etwas blechern, was den Genuss ihres vierten Tellers etwas erschwert.

"Dead@Last" bietet aus dem Hauses des Duos zu erwartende Kost: Doom-Rock vom Zähsten, aber nicht kompositorisch Unterbelichteten. So haftet dem Opener "In contact with the dead" bereits eine nicht zu verachtende Ohrwurmfreudigkeit an, wiewohl es eine fette Made ist, die sich da in die Lauscher windet. Ein besserer Sound würde sie noch saftiger machen, aber nun gut. Die Drums klingen wohl unbeabsichtig nach Swimming Pool, was dem dahingeächzten "Silence of the grave" jedoch an für sich gut steht. "Exit" geht als verzichtbares Zerrexperiment durch - auch in gesanglicher Hinsicht, doch das - man darf es sagen - richtig schön trauernde "Devil's twin" macht diesen Fehler wieder vergessen. Vielleicht sollten die Herren Energy und Ghost wirklich erwägen, sich zur vollständigen Band zu erheben. Songs schreiben können sie; allein deren Veredlung durch einen heißblütigen Leadklampfer beziehungsweise einfach die Hinzunahme eines außenstehenden Gehörs könnte Wunder wirken.

"All dead" kehrt sie wieder hervor, die etwas wavigeren Einflüsse von TOUCH THE SPIDER. Der quasi-Titeltrack reiht sich in diesem Sinne ein, und das folgende "Depressive season" huscht als fast-Instrumental vorüber, gleichfalls das Klangwälle auftürmende "Telepathy" als mithin bester Track, in welchem die in den Hintergrund gerückte Stimme an Postrock-Tendenzen denken lässt. Trendhörigkeit ist weiterhin nicht das Ding der Spinnen. Die beiden Süddeutschen verstehenb sich weiterhin auf die verspukte Seite des Rock. "From beyond" schrammt nebenbei Sludgiges hinterm Mikro, kollidert aber vordergründig mit staubtrockenem Eighties-Gothic - einer Zeit also, als die Musik der Stilbezeichnung noch Rechnung trug. Für Exzentrisches wie "Satan's sacrifice" hat man weiterhin Zeit - eingedenkt eines leutseligen Abschlusses mit "Shattered to the ground" und "In memory …", einer "Planet Caravan"-Verbeugung, welcher die Scheibe dem Mittelmaß leider nicht wirklich entreißt.

FAZIT: TOUCH THE SPIDER haben sich die höheren Weihen mit einem schwachbrüstigen Sound und uninspiriertem Gesang verbaut. Zwar steht die Exkommunikation nicht zu befürchten, doch wer sich generell für von okkultem bis dem Horror verschriebenen Rock ohne Dünkel interessiert, der sei mit jedem der drei Vorgängeralben besser beraten.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.04.2011

Tracklist

  1. In contact with the dead
  2. Silence of the grave
  3. Exit
  4. Devil's twin
  5. All dead
  6. Dead at last
  7. Depressive season
  8. Telepathy
  9. Black roof village
  10. From beyond
  11. Satan's sacrifice
  12. Shattered to the ground
  13. In misery …

Besetzung

  • Sonstiges

    Unholy Ghost, Cosmic Energy

Sonstiges

  • Label

    Whereareyoufromrecords

  • Spieldauer

    43:13

  • Erscheinungsdatum

    08.04.2011

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